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VERKAUFSLISTE
DER SCHWEIZER FILM

 
 
Karl Meier


Bild: Staatsarchiv Thurgau mit freundlicher Genehmigung

1897 - 1974

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Der Schauspieler Karl Meier wurde als Rudolf Carl Rheiner geboren. Er begann seine berufliche Laufbahn als kaufmännischer Angestellter, doch nahm er schon früh nebenbei Schauspielunterricht. Schon bald folgten erste Auftritte bei einer Wanderbühne, ehe er ab 1920 beim Stadttheater Solothurn Fuss fassen konnte.
Bald folgten weitere Theater in der Schweiz, wo Karl Meier sein schauspielerisches Talent aufzeigen konnte, schliesslich ging er 1924 nach Deutschland, wo er sich ebenfalls als Bühnenschauspieler durchsetzen konnte. Daneben inszenierte er erste Stücke als Regisseur.

Als er 1932 in die Schweiz zurückkehrte, setzte er seine Laufbahn beim Theater nahtlos fort und er agierte erneut an zahlreichen Bühnen und ab 1934 auch für das legendäre Kabarett Cornichon, dem er bis 1947 treu blieb.

Auch beim Film konnte er ab 1938 erstmals in Erscheinung treten.
Nach seinem Debüt in "Füsilier Wipf" (38) folgten in den 40er Jahren Produktionen wie "Emil, mer mues halt rede mitenand" (41), "Bider der Flieger" (41), "Der Kegelkönig" (42), "Bergführer Lorenz" (43) und "Matura-Reise" (43).

Nach dem Krieg konzentrierte er sich wieder vermehrt auf das Theater, wo er bis 1970 aktiv blieb. Er übernahm nicht nur zahlreiche Rollen sondern war auch immer wieder als Regisseur tätig. Zudem lieh er vielen Charakteren in Radio-Hörspielen seine Stimme, u.a. auch für die erfolgreiche Hörspielserie "Polizischt Wäckerli".

Beim Film folgten nur noch wenige Auftritte, dazu gehören "Zum Goldenen Ochsen" (58) mit Schaggi Streuli, "Apollo von Bellac" (59), "Hast noch der Söhne ja...?" (59), "Hinter den sieben Gleisen" (59) und "Die Gejagten" (61).

Neben seiner künstlerischen Tätigkeit machte sich Karl Meier auch als Schriftleiter und Herausgeber der berühmten Zeitschrift "Der Kreis" einen Namen. Er setzte sich für die Gleichberechtigung der Homosexuellen ein und gehörte zu den führenden Köpfen in der Schweiz.


Einen ausführlichen Bericht zum Leben von Karl Meider findet man bei André Salathé (S. 203 bis S. 214)