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Celestino Piatti

Celestino Piatti

1922 - 2007

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Der Maler, Graphiker und Illustrator Celestino Piatti wurde am 5. Januar 1922 in Wangen geboren. Er hatte vier Brüder.
Sein Vater war bereits als Steinhauer künstlerisch tätig und so fand auch Celestino Piatti bereits in jungen
Jahren zur Kunst. Bereits 1937 besuchte er an der Kunstgewerbeschule Zürich Abendkurse bei Ernst und
Max Gubler und 1938 trat er eine Lehrstelle bei den Gebrüdern Fretz an, die bis 1942 dauerte.

Nach seinem Militärdienst erhielt er eine Anstellung bei Graphiker Fritz Bühler, wo er von 1945 bis 1947 tätig war.
1946 folgte die Heirat mit Marianne Stricker, die ebenfalls als Graphikerin aktiv war.

1948 machte sich Celestino Piatti selbständig und schon bald konnte er sich als Gestalter von Plakaten
einen Namen machen. Im Laufe der Jahre realisierte er über 500 Plakate, die
ihn über die Landesgrenze hinaus bekannt machten.

Aber auch als Buchillustrator war er sehr erfolgreich,
dabei arbeitete er oftmals für den Deutschen Taschenbuch Verlag dtv.
Für den dtv war er bereits ab deren Gründung 1961 aktiv und er gestaltete beinahe
alle Bücher dieses Verlages bis zu den 90er Jahren, womit er das Erscheinungsbild des Verlages entscheidend beeinflusste.
Gemäss Wikipedia soll Celestino Piatti für über 6'300 Bücher die Umschläge und Illustrationen geschaffen haben – eine kaum vorstellbare grosse Zahl.

Als Illustrator war er auch regelmässig für die Satirezeitschrift „Nebelspalter“ tätig, für die er zahlreiche Titelseiten umsetzte.

Daneben schuf er auch Lithographien, gestaltete Briefmarken und realisierte Holz- und Linolschnitte, Wand- und Glasbilder
aber auch dreidimensionale Werke wie Keramik und Skulpturen.

Das Markenzeichen von Celestino Piatti wurde die Eule, die in zahlreichen seiner Motive erschien.

1969 heiratete er in zweiter Ehe die Journalistin Ursula Huber.

Er verstarb am 17. Dezember 2007 im Alter von 85 Jahren in Duggingen.

Links abgebildet ist eine Original-Zeichnung, die er für meine Sammlung anfertigte.

Eine umfangreiche Bildergalerie seiner Plakate findet man
auf der Plattform „Plakatarchiv“ - 1948-1956,
1957-1960, 1961-1966, 1967-1972,
1973-1980
und 1981-1993.

Eine ebenfalls
umfangreiche Bildergalerie zu
Piattis Buchillustrationen und Nebelspalter
findet man auf der Homepage „Sammlung Keller“.

 
 
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