Der
Graphiker und Illustrator Hans P. Schaad wurde in eine künstlerisch
geprägte Familie geboren. Sein Vater war der bekannte Illustrator Hans
Schaad. Die Familientradition wurde danach von Felix Schaad
fortgeführt, dem Sohn von Hans P. Schaad. Dieser ist vor allem im
Comicbereich tätig.
Hans P. Schaad wurde am 20. März 1928 in
Eglisau geboren. Er blieb dieser Stadt sein Leben lang verbunden und
holte immer wieder Inspiration von seiner Heimatstadt.
Nach
seiner schulischen Ausbildung ging er an die Kunstgewerbeschule in
Zürich. Nach Abschluss seiner Ausbildung eröffnete er 1953 sein eigenes
Atelier in Zürich.
In den kommenden 20 Jahren realisierte er in
diesem Atelier zahlreiche Graphik-Aufträge für Werbung und Plakate aber
auch viele Buchillustrationen, zu denen er teilweise auch die Texte
lieferte.
 Zu
seinen Arbeiten als Buchillustrator gehören „Fridolin“ (59), „Der
Teufel tanzt im Ju-Ju-Busch“ (60), „Tom und die fliegende Redaktion“
(60), „Tilla und der Neunerklub“ (60), „Abfahrt 6.09 Uhr“ (62), s'Chly
Mandli“ (69), „Die Vogelhochzeit“ (71), „Gastronomie für Anfänger“, „Das Badi-Fest“ und „Zürich von A bis Z“. Bei
seinen Motiven für die Kinderbücher „Der Pulverturm“ (66), „Die
Rhein-Piraten“ (68) und „Das Krippenspiel“ liess er sich von seinen
Eindrücken in Eglisau inspirieren.
Neben den Büchern illustrierte er auch das Album „100 Jahre Bank Wädenswil“.
1974 wurde er mit dem Schweizer Jugendbuchpreis ausgezeichnet.
1973
verliess Hans P. Schaad Zürich und ging nach Eglisau zurück, wo er sich
ebenfalls ein Atelier einrichtete. Er engagierte sich für
Angelegenheiten in Eglisau, so gründete er beispielsweise das
Aktionskomitee „Pro Weierbachhuus“, um das gleichnamige Gebäude, das
ca. 1670 entstand, zu renovieren und zu erhalten.
Desweiteren
hielt er seine Erfahrung aus der Kinderzeit in Texten fest und er
widmete sich darunter auch dem rund 300 Jahre alten Schlafapfelbaum,
der das Stadtbild von Eglisau prägte und für viele Einwohner ein
Identifikationspunkt war. Leider musste der Baum dann 2023 gefällt
werden.
Neben seiner Tätigkeit als Künstler, die in späteren
Jahren auch Aquarelle und Pastell umfassten, arbeitete er ab 1975 als
Zeichenlehrer an der Kantonsschule Bülach.
Viele seiner Arbeiten stellte er vor allem in den 80er Jahren in verschiedenen Galerien aus.
Hans P. Schaad verstarb am 30. Oktober 2002 im Alter von 74 Jahren in Eglisau.
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