Der
Illustrator und Maler Gustav Traub wurde am 23. Dezember 1885 in Lahr
geboren.
Schon als Kind zeigte sich sein Maltalent, welches er nach seiner
schulischen Ausbildung bei einem Malermeister erweiterte.
Nach seiner Ausbildung an der Kunstgewerbeschule in Karlsruhe ging er
nach Paris, wo er zwei Jahre lang lebte und malte.
Anschliessend ging er nach München, wo er nebst Malereien auch
zahlreiche Zeichnungen und Illustrationen für Bücher anfertigte.
Einem breiten Publikum wurde Gustav Traub bekannt, als er von 1912 bis
1920 für die Meggendorfer Blätter über 490 humorvolle Zeichnungen zu
Papier brachte
Ab 1919 war er zudem Zeichner für die Zeitschrift „Fliegende Blätter“,
wo er von 1919 bis 1943 aktiv war und mehr als 650 Zeichnungen
erstellte.
Daneben realisierte er auch mehrere Mappenwerke wie "Engerl & Bengerl", „Sieben Legenden“
(20) - auch als Buch erschienen - und „Stille Zeiten“ (21) des Schriftstellers Gottfried Keller.
Ab und an realisierte Gustav Traub auch Exlibris.
Als Buchillustrator schuf er zahlreiche Zeichnungen zu Büchern wie „Sieben Legenden“, „Ali
Baba und die vierzig Räuber“, „Ein Taufbüchlein“, „Friedel Polten und
ihre Rangen“, „Ein Theologe erlebte Paris“, „Klein-Grosschen“, „Sindbad
der Seefahrer“, „Das Fähnlein der sieben Aufrechten“, „Lebensziele“,
„Irrwisch“, „Die Münchnerin“, „Papas Junge“, „Vom Frühling und
allerhand“, „Gockel, Hinkel und Gackeleia“, „Klaus Luftibus“,„Tu' ab den Staub der
Strasse“, „Viel Schönes aus der Märchenwelt“, „Deutsche Fibel“, „König
Ludwig II und seine Welt“ und „Das grüne Haus“.
Gustav Traub blieb bis zu seinem Tod künstlerisch aktiv. Er verstarb am
16. Mai 1955 im Alter von 69 Jahren in St. Märgen.
Oben links abgebildet ist eine Originalzeichnung, die 1935 für die
"Fliegenden Blätter" entstand.
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