Der
Maler Otto Vautier wuchs mit drei Geschwistern in einer künstlerisch
geprägten Umgebung in Düsseldorf auf. Sein Vater war der bekannte Maler
Benjamin Vautier (1829-1898).
Sein Bruder Karl (Carl) Vautier wurde ebenfalls Maler, zudem ergriffen
Otto Vautiers Söhne Otto der Jüngere (1893-1918) und Benjamin der
Jüngere (1895-1974) ebenfalls den Beruf des Malers.
Nach seiner schulischen Ausbildung ging er an die Akademie der
Bildenden Künste in München, wo er bei Fritz von Uhde Unterricht
erhielt und er verkehrte in den Dachauer Künstlerkreisen.
Als er nach Paris ging, traf er dort den Maler Ernest Bieler, dem er
anschliessend in die Schweiz folgte und dort Landschaftsmalerei
studierte. 1906 übersiedelte er schliesslich nach Genf.
In den kommenden Jahren etablierte sich Otto Vautier vor allem mit
seinen Gemälden von Frauen, oftmals in sinnlicher Pose. Ausstellungen
in Genf, Zürich und Paris machten ihn bei einem grösseren Publikum
bekannt.
Otto Vautier gründete 1915 zusammen mit Maurice Barraud, Eugène Martin
und Gustave Buchet die Groupe du Falot, die sich ebenfalls dem Thema
Frau und der Erotik widmete.
Am 13. November 1919 verstarb Otto Vautier im Alter von 56
Jahren. Ein Jahr zuvor musste er noch miterleben, dass sein Sohn Otto
der Jüngere im Alter von nur 25 Jahren verstarb.
|