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DER SCHWEIZER FILM

 
 
Beni Führer


Foto: W. Schweizer, Bern

? - 1935

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Der Schauspieler Beni Führer war ein bekannter Skifahrer – er wurde u.a. bei der zweiten Austragung des Gamperney-Derbys von 1932 2. hinter David Zogg und an der 4. Alpinen Weltmeisterschaft 1934 belegte er in der Abfahrt und im Slalom jeweils den 8. Rang und in der Kombination den 6. Rang. Zudem arbeitete er als Skilehrer in Davos - und er war entsprechend in der Welt der Berge bewandert.

Bereits 1924 trat er als Mitbegründer des Eishockeyclubs ECH Arosa zusammen mit David Zogg und sechs weiteren Gründern wie Hans Staub in Erscheinung.

Er debütierte beim Film anfangs der 30er Jahre in Deutschland während des Booms der sogenannten Bergfilme in "Stürme über dem Mont Blanc" (30) von Regisseur Arnold Fanck an der Seite von Leni Riefenstahl, Sepp Rist und Ernst Udet.

Leni Riefenstahl engagierte ihn daraufhin für die Rolle des Tonio für ihre erste Regie-Arbeit "Das blaue Licht" (32) mit ihr selbst und Mathias Wieman in den Hauptrollen.

In den nächsten Jahren folgten wenige weitere Rollenangebote, darunter in "Die Herrgottsgrenadiere" (32) mit Gustav Diessl und zuletzt als Veit in "Weisse Majestät" (34) erneut mit Gustav Diessl sowie Hertha Thiele und Rolf Pinegger. Der Film wurde auch als französische Version unter dem Titel "Un de la montagne" (32) gedreht, in welcher Beni Führer die Rolle des Guy Ander verkörperte.

Der 19. Februar 1935 war für Beni Führer ein schicksalshafter Tag. Während den Dreharbeiten zu August Kerns Film „Die weissen Teufel“ befand sich die Crew in mehreren Gruppen aufgeteilt auf dem Weg zur Coazhütte. Als durch aufgeschreckte Gemsen eine Lawine ausgelöst wurde, wurde die erste Gruppe mit den Skilehrern Fritz und Ernst Maurer, der Ehefrau von Regisseur August Kern und Beni Führer von dieser erfasst. Die Brüder Maurer überlebten, Beni Führer - der den Spitznamen „Schwarze Rakete“ hatte - und Frau Kern wurden erst eine Stunde und 45 Minuten nach dem Niedergang der Lawine unter vier Metern Schnee entdeckt. Für beide kam jegliche Hilfe tragischerweise zu spät („Liechtensteiner Nachrichten“ vom 23.02.1935).
Der Film blieb unvollendet.