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Felix Salten

Felix Salten
Foto: Arthur Benda (D'Ora) (1885-1969)
Mit freundlicher Genehmigung
Österreichische Nationalbibliothek Copyright

1869 - 1945

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Der Schriftsteller und Drehbuchautor Felix Salten arbeitete zunächst bei einer Versicherung, ehe er 1889 sein wohl erstes Gedicht mit dem Titel "An der schönen blauen Donau" veröffentlichen konnte.

In seiner Heimatstadt Wien kam er schliesslich mit Mitgliedern der "Jung-Wien" in Kontakt, woraus Freundschaften mit Schriftstellern wie Hugo von Hofmannsthal, Hermann Bahr und Arthur Schnitzler entstanden.

1894 wurde er bei der "Wiener Allgemeinen Zeitung" Redakteur und war für die Sparte Theater zuständig. Acht Jahre später wechselte er zur "Die Zeit", wo er dank seiner Bekanntschaft mit Erzherzog Leopold Ferdinand pikante Details und Hofskandale zu verfassen mochte, die ihn schon bald in Europa bekannt machten und ihn zu einem führenden Journalisten avancieren liessen.

1902 heiratete er die Theaterschauspielerin Ottilie Metzel, was auch seine zukünftigen Theaterstücke und Bücher beeinflusste, wo das Thema Ehe mehr Gewicht bekam.

1906 wechselte er kurzfristig zum Ullstein-Verlag in Berlin und arbeitete für die "B.Z. Am Mittag" und die "Berliner Morgenpost", doch schon bald kehrte er wieder zur "Die Zeit" nach Wien zurück.

1913 kam Felix Salten mit dem noch jungen Filmgeschäft in Kontakt und schrieb in der Folge etliche Drehbücher für Stummfilme wie "Der Shylock von Krakau" (13), "Der Narr des Schicksals" (15) - zu diesem Film führte er auch gleichzeitig die Regie, "Der Glücksschneider" (16) und "Dr. Schotte" (18).
 

Seine Aktivität beim Film blieb in den kommenden Jahrzehnten ungebrochen und er verfasste die Drehbücher zu "Das verbotene Land" (24), "Moderne Ehen" (24), "Komödianten" (25), "Die kleine Veronika" (29), "Scampolo, ein Kind der Strasse" (32), "Ich und die Kaiserin" (33) und "Liebelei" (33).

Seine schriftstellerische Laufbahn nahm vor allem in den 20er Jahren konkrete Formen an, wo er populäre Romane veröffentlichte und zu einem erfolgreichen Autor wurde. Dazu gehören "Der Hund von Florenz", "Die Dame im Spiegel", "Die Jugend des Eichhörnchens Perri" und vor allem "Bambi". Alle drei Tiergeschichten wurden später von Walt Disney verfilmt - Bambi gehört zu den erfolgreichsten Trickfilmen überhaupt.

Im nationalsozialistischen Deutschland wurden seine Bücher verboten und er geriet in eine finanzielle Notlage. Schliesslich konnte seine Tochter, die in der Schweiz verheiratet war, bewirken, dass Felix Salten und seine Frau in die Schweiz einreisen durften. Dort verstarb er 1945 in Zürich.

Zu Felix Salten vielen Büchern wird heute auch die damals unter Pseudonym geschriebene Geschichte "Josephine Mutzenbacher" seiner Feder zugewiesen.
 

Weitere Filme von Felix Salten:
Urteil des Arztes (14) Der Schuss im Traum (15) En Opstandelse (15) Herztrumpf (20) Olge Frohgemut (22) Schwere Jungs – leichte Mädchen (27) Die Blumenfrau von Lindenau (31) Un peu d'amour (32) 


 
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