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Comic-Zeichner
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Hans Eggimann

Carl Eggimann

 1872 - 1929

.
.
Der
Maler,
Illustrator
und
Architekt Hans Eggimann
studierte nach seiner schulischen Ausbildung
von 1891 bis 1895 Musik, Architektur und Kunst am Polytechnikum
in Dresden. Ein weiteres Studium folgte 1899 bis 1900 in Paris, wo er die Ecole nationale
supérieure des beaux-arts besuchte.

Kurz darauf verstarb sein Onkel und Hans Eggimann übernahm dessen Baufirma während fünf Jahren.

Als Architekt war er mitbeteiligt am Bau der Kornhausbrücke in Bern, an der Innenausstattung des Rathauses in Bern und
am Postgebäude in Lausanne. Zahlreiche Gebäude entstanden zudem zwischen 1902 und 1906 in Langenthal.
1906 eröffnete er in Bern ein Büro für Architektur und Kunstgewerbe.

Seine künstlerische Laufbahn begründete er mit ersten Publikationen von "Skizzen aus Bern" (1898) und "Skizzen aus dem Quartier Latin" (1900),
welches seine künstlerischen Mitbringsel aus Paris zeigte.
Seine professionelle Handfertigkeit erhielt er mit dem Unterricht auf dem Gebiet der Radierung bei dem Maler Albert Welti (1862-1912).

Er spezialisierte sich bei seinen künstlerischen Arbeiten auf märchenhafte Bilder und Landschaften. Grosse
Erfolge feierte er international vor allem mit seinen Radierungen, die sich der fantastischen
Welt widmeten und wo auch der Tod immer wieder thematisiert wurde. 

Daneben schuf er auch einige Plakate wie "Grand Hotel Belvédère",
"CFF Paris-Lion", "Pro Sempione", "Papeterie Kaiser & Co" und
"Golden Shell" sowie Kostüme und Bühnenbilder, u.a. für
das Theaterstück "Der Garten des Paradieses" (09).

In
den Jahren
des 1. Weltkrieges
schuf Hans Eggimann 180 Miniatur-Bilder
für die damals populären Sammelalben der Schokoladenfabrik Tobler.

Zusammen mit Armin Bieber gründete Hans Eggimann die Zeitschrift "Bärenspiegel" - eine Satirezeitschrift,
die bis 1948 bestanden hatte. Darin war Hans Eggimann neben weiteren regelmässig erscheinenden Künstlern häufig mit seinen Illustrationen vertreten
und konnte seine satirische Seite ausleben.

Ein umfangreiches Werk hinterliess Hans Eggimann auch mit seinen Exlibris-Entwürfen. Diese erfreuten sich grosser Beliebtheit und avancierten bald
schon zu gesuchten Tauschobjekten unter Sammlern. 


Hans Eggimann illustriere in seiner Laufbahn wenige Bücher, darunter "Aus dem Engadin" (13) von Gian Bundi, "Satiren und Einfälle" (14),
"Gespenstergeschichten aus Bern" (19), "Im Märchenwald" (22) von Carl Selig und "Aus einem alten Nest" (23) von Nold Halder.

Wohl durch die Arbeitslast ausgelöst geriet er in eine mentale Krise. Schliesslich stürzte er sich am 29. Mai 1929 im
Alter von 56 Jahren von der Kirchenfeldbrücke in Bern in den Tod - die Kirchenfeldbrücke war eines der
Bauwerke, an denen er in jungen Jahren am Bau mitbeteiligt war.

 
 
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