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Comic-Zeichner
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Anton Trieb

Anton Trieb

1883 - 1954

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Der Illustrator und Maler
Anton Trieb wuchs in ärmlichen
Verhältnissen auf, sein Vater übte den Beruf
eines Schuhmachers aus und hatte acht Kinder zu versorgen.

Als Anton Trieb 12 Jahre alt war, zog die Familie von
Deutschland in die Schweiz, wo er in Zürich die Schule beendete.

Nach seiner schulischen Ausbildung übernahm er zahlreiche Jobs als Maurer,
Zuckerbäcker, Gehilfe eines Kaminfegers, Bauernknecht und Schuhmacher, um für
den Lebensunterhalt der Familie seinen Beitrag beizusteuern.

1904 stellte er seine beruflichen Weichen, als er bei der Orell Füssli AG eine Lehrstelle
als grafischer Zeichner antreten konnte.
Schon bald erhielt er aufgrund seines grossen Zeichentalentes grosse Aufträge und er entwarf
Plakate und weitere Publikationen.

Nach zehn Jahren in Diensten der Orell Füssli machte sich Anton Trieb selbständig, das Ansinnen
 wurde aber kurzzeitig unterbrochen, als  er aufgrund seiner  deutschen Nationalität für den Militär-
dienst in Deutschland einberufen wurde, nachdem der 1. Weltkrieg ausgebrochen war.

Während seiner Militärzeit schuf er zahlreiche Bilder, die heute zum Teil im Bayerischen Armeemuseum
aufbewahrt werden.

1916 konnte er in die Schweiz zurückkehren, wo er ein Atelier für Grafik und Malerei eröffnete. Sechs
Jahre später übernahm er die Schweizer Staatsbürgerschaft.

Seine künstlerischen Arbeiten zeichnen sich durch Motive aus der Natur aus, die er oft detailgetreu
zu Papier brachte.
Nebst seinen Gemälden wurde er auch sehr populär mit seinen Illustrationen für den Silva-Verlag,
für den er für die 3 Bücher umfassende Ausgabe "Tiere aus aller Welt" alleine 180 Aquarelle
von zahlreichen Tieren erstellte sowie "Der Schweizer Nationalpark" mit 60 Aquarellen.

Plakate (u.a. für Brauerei Stocken, Anti-Schnaps-Kampagne, SBB Gotthard, Gram
Bodega Espanol Urania 1910, Schweizergold (Getränk von Hermann Halbheer),
Die Drautaler (für die Bauerntheater Gesellschaft), Reine Butter,
Trümmelbach Restaurant, Circus Knie, Kaller Herrenbeklei-
dung 1920, Schoop & Co. 1920, Klausenrennen 1923,
Oster Bier der Brauerei Gurten 1930
und die Kinoplakate "Flüchtlinge"
1934, "Rätsel um
Beate" 1937,
historische Gemälde
und Schwarzweiss-Zeichnungen,
die an Holzschnitte erinnern, rundeten sein Schaffen ab.

1954 erschien zu seinem 70. Geburtstag das Buch "Anton Trieb" von Orell Füssli, welches 63 seiner Bilder präsentierte.

 
 
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