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DER SCHWEIZER FILM

 
 
Emil Berna

Emil Berna

1907 - 2000

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Der Kameramann Emil Berna war der bedeutendste Schweizer Filmschaffende seines Genres.

Nach einer Ausbildung als Graphiker bei Orell Füssli sammelte er erste Erfahrungen beim Film als Graphiker für den deutschen Film "Wege zu Kraft und Schönheit" (25), ehe er bei der Firma "Corona Film" und "Turicia Film" zum Chef der Zeichentrickabteilung ernannt wurde.

Nach der Gründung der Praesens Film AG wechselte er Ende der 20er Jahre zu jener Firma, wo er zunächst als Kamera-Assistent übernahm. 1930 stieg er schliesslich zum Chefkameramann auf und war zunächst an Dokumentarfilmen beteiligt. Nicht zuletzt aufgrund seiner einprägsamen Bildgestaltung avancierte die Praesens zu einer führenden Produktionsgesellschaft.

Als die Praesens sich dem Spielfilm zuwandte, gehörte Emil Berna zu den Filmschaffenden der ersten Stunde des Schweizer Films und er filmte in den kommenden Jahren fast alle grossen heimischen Produktionen.
Zu seinen bekanntesten Arbeiten der 30er und 40er Jahre gehören "Jä-soo!" (35), "Füsilier Wipf" (38), "Wachtmeister Studer" (39), "Gilberte de Courgenay" (41), "Die missbrauchten Liebesbriefe" (42), "Marie-Louise" (44), "Landammann Stauffacher" (44), "Die letzte Chance" (45), "Die Gezeichneten" (48) und "Matto regiert" (49).

Obwohl sich Emil Berna auch einen Namen in den USA machen konnte - speziell mit den Filmen "Die letzte Chance" und "Die Gezeichneten", welcher zwei Oscars gewann und drei weitere Oscar-Nominationen erhielt - blieb er dem Schweizer Film treu, auch wenn die Verdienstmöglichkeiten in der Schweiz weit geringer waren als in den USA.
In "Die Gezeichneten" feierte übrigens der spätere Hollywoodstar Montgomery Clift sein Kinodebüt.

In den 50er Jahren konnte Emil Berna nochmals für einige populäre Schweizer Filme hinter der Kamera stehen, dazu gehören "Die Vier im Jeep" (51), "Heidi" (52), "Uli, der Knecht" (54), dem ersten Schweizer Farbfilm "Heidi und Peter" (55), "Taxichauffeur Bänz" (57) und "Hinter den sieben Gleisen" (59).

Anfangs der 60er Jahre kam der Schweizer Film mehr oder weniger zum erliegen. Nur noch wenige einheimische Produktionen kamen in die Kinos.
So erschöpfte sich auch alsbald das Betätigungsfeld für Emil Berna. Nach seinen Spielfilmen "Drei schräge Vögel" (60), "Es Dach überem Chopf" (62), "Der 42. Himmel" (62), "Im Parterre links" (63) und "Sittlichkeitsverbrecher" (63) realisierte er noch einige Dokumentar- und Indstriefilme als Kameramann, ehe er seinen Beruf aufgeben musste.

Aus finanziellen Gründen musste er seinen Wohnsitz schon bald nach Spanien auslagern, wo er bis 1990 lebte.

Seine Verdienste um den Schweizer Film wurde von seinen Mitstreitern nicht vergessen und als er 1990 aus gesundheitlichen Gründen wieder in die Schweiz zurückkehrte, erhielt er von den damaligen Verantwortlichen bei der Praesens Unterstützung.
 
Neben seinen Arbeiten als Regisseur war Emil Berna auch bei einigen Dokumentarfilmen als Regisseur verantwortlich und zusammen mit Leonard Steckel war er Regisseur für den Spielfilm "Palace Hotel" (52).
 

Weitere Filme von Emil Berna:
Die neue Wohnung (30) Frauennot – Frauenglück (30) Feind im Blut (31) Wie d'Warret würkt (33) La fosse ardente (33) Abyssinia (34) Fräulein Huser (40) Der Schuss von der Kanzel (42) Das Gespensterhaus (42) Swiss Tour (49) Sie fanden eine Heimat (53) Zwischen uns die Berge (56) SOS Gletscherpilot (59) Eichmann und das Dritte Reich (61) Im Parterre links (63)

Ein spezieller Dank geht an Herrn Hellberg für die Überlassung des Autogrammes.