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Adi Berber


1913 - 1966

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Der Schauspieler Adi Berber (auch Ady Berber) geniesst seit den 60er Jahren Kultstatus aufgrund seiner sehr speziellen Rollen, die er vor allem in den Edgar-Wallace-Verfilmungen verkörperte. Durch diese Rollen wünschte sich so mancher Zuschauer, Adi Berber im realen Leben nicht im Dunkeln zu begegnen, dabei war Adi Berber privat ein sehr freundlicher Zeitgenosse.

Erste Aufmerksamkeit erregte Adi Berber jedoch nicht als Schauspieler sondern als Ringer, eine Tätigkeit, die er bis 1951 erfolgreich ausübte.
Zu seinen grössten Erfolgen in diesem Sport gehört der Weltmeistertitel 1937 im Freistil-Ringen, insgesamt eroberte er sich im "Catch-as-catch-can" zweimal den Weltmeister- und dreimal den Europameistertitel.

Sein Filmdebüt feierte Adi Berber schon früh bereits 1936 mit "Burgtheater" (36). Darin verkörperte er jedoch noch nicht die für ihn typischen Rollen der späteren Jahre sondern spielte einen Heurigensänger.

Er setzte seine Filmlaufbahn in den nächsten Jahren mit "Ich bin Sebastian Ott" (39) - worin er erstmals einen Gauner verkörperte - "Operette" (40) und "Donauschiffer" (40).

Nach dem Krieg agierte er in Film "Der Herr Kanzleirat" (48), ehe er sich nach seinem Rücktritt vom Ringersport vermehrt seiner Filmkarriere widmete.

In den kommenden Jahren wurde er für verschiedenste kleinere Rollen wie als Gärtner, Gepäckträger, Bademeister, Boxer oder Wachmann engagiert.
Zu seinen bekanntesten Filmen der 50er Jahre gehören "Knall und Fall als Hochstapler" (52), "Im weissen Rössl" (52), "Rummelplatz der Liebe" (54), "Lola Montez" (55) und "Peter Voss, der Held des Tages" (59).
Sogar in Hollywood ergatterte sich Adi Berber eine kleine Rolle, als er im Kultfilm "Ben Hur" (59) mit Charlton Heston die Rolle des Malluch spielte.

Die erfolgreichste Zeit als Schauspieler folgte schliesslich in den 60er Jahren. Er blieb zwar auf Nebenrollen abonniert, war aber durch sein Erscheinungsbild nie zu übersehen.
Speziell die Edgar-Wallace-Filme machten ihn bald zu einer Art Kultfigur, zu seinen Filmen dieser Reihe gehören "Die toten Augen von London" (61), "Die Tür mit den sieben Schlössern" (62) und "Das indische Tuch" (63).
Weitere bekannte Produktionen der 60er Jahre waren "The Secret Ways" (61), "Im Stahlnetz des Dr. Mabuse" (61), "Die Nylonschlinge" (63), "Scotland Yard jagt Dr. Mabuse" (63), "Tim Frazer jagt den geheimnisvollen Mr. X" (64), "Hotel der toten Gäste" (65), "Diamantenbillard" (65) mit Jean Seberg und "Der Mörder mit dem Seidenschal" (66).

1966 verstarb Adi Berber mit nur 52 Jahren an Krebs.

Neben der Schauspielerei führte er ab 1945 auch ein erfolgreiches Restaurant in Wien, welches schon bald zum Treffpunkt der hiesigen Prominenz aus Sport und Film avancierte.
 

Weitere Filme mit Adi Berber:
Saison in Salzburg (52) Einmal keine Sorgen haben (53) Die fünf Karnickel (53) Marianne, meine Jugendliebe (55) ...und wer küsst mich? (56) Almenrausch und Edelweiss (57) Tausend Sterne leuchten (59) Gauner-Serenad (60) Das Dorf ohne Moral (60) Schlagerrevue 1962 (61) Der Zigeunerbaron (62) Unsere tollen Tanten in der Südsee (63) Die schwarze Kobra (63) Im singenden Rössel am Königssee (63) Frühstück mit dem Tod (64) Tausend Takte Übermut (65) Der Würger vom Tower (66) 


 
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