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DEUTSCHER FILM
DER DEUTSCHE
FILM
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Gerhard Lamprecht


1897 - 1974

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Der Regisseur und Drehbuchautor Gerhard Lamprecht war schon früh vom Film fasziniert und er konnte im Alter von 17 Jahren ein ersten Filmmanuskript verkaufen. Zwei Jahre später konnte er bei dem berühmten Schauspieler Paul Bildt Schauspielunterricht nehmen und begann seine Laufbahn als Theaterdarsteller.
Sein Wissen rundete er mit einem Studium in Kunstgeschichte und Theaterwissenschaften abn.

Schliesslich konnte er ab 1918 als Drehbuchautor beim Filmgeschäft Fuss fassen und er schrieb in den ersten Jahren die Scripts zu "Marionetten der Leidenschaft" (19), "Der Seelenverkäufer" (19) und "Der Flimmerprinz" (19).

Ab 1920 konnte Gerhard Lamprecht auch erstmals Filme als Regisseur umsetzen, sein erster Film hiess "Es bleibt in der Familie" (20).

In den nächsten Jahren drehte er zahlreiche weitere Stummfilme als Regisseur, daneben verfasste er auch weiter zahlreiche Drehbücher, meist zu seinen eigenen Filmen.
Zu seinen bekanntesten Regiearbeiten dieser Jahre zählen "Aus den Erinnerungen eines Frauenarztes" (22), "Die Buddenbrooks" (24), "Die Verrufenen" (25), "Menschen untereinander" (26), "Der Katzensteg" (27), "Der alte Fritz" (28) und "Der Mann mit dem Laubfrosch" (29).

Im Tonfilm der 30er und 40er Jahre drehte Gerhard Lamprecht erneut zahlreiche Filme, darunter auch den Klassiker "Emil und die Detektive" (31).
Am Film "Emil und die Detektive" zeigte sich später auch die Auswirkungen des 2. Weltkriegs auf die Bevölkerung. Gleich mehrere Darsteller des Films überlebten den Krieg nicht. Rolf Wenkhaus, Kinderdarsteller des "Emil", starb 1942 im Alter von 24 Jahren an der Front in Irland, Hans-Joachim Schaufuss, Kinderdarsteller des "Gustav mit der Hupe", starb 1941 im Alter von 22 Jahren an der Front in Russland und Hans Löhr, Kinderdarsteller des "Dienstag", starb 1942 im Alter von 20 Jahren.
Weitere bekannte Filme von Gerhard Lamprecht dieser Jahre sind "Zwischen Nacht und Morgen" (31), "Der schwarze Husar" (32), "Ein gewisser Herr Gran" (33), "Barcarole" (35), "Der höhere Befehl" (35), "Madame Bovary" (37), "Frau im Strom" (39), "Diesel" (42), "Irgendwo in Berlin" (46) und "Quartett zu fünft" (49).

Seine letzten Regiearbeiten entstanden in den 50er Jahren mit "Meines Vaters Pferde" (54), "Der Engel mit dem Flammenschwert" (54), "Oberwachtmeister Borck" (55) und "Menschen im Werk" (58).

Nebst seiner Tätigkeit im Filmgeschäft war Gerhard Lamprecht nach seiner aktiven Laufbahn auch als Filmhistoriker hervorgetreten. Seine bekannteste Publikation war ein acht Bände umfassendes Lexikon "Gesamtregister Deutsche Stummfilme aus den Jahren 1903 bis 1931".
Seine umfangreiche Sammlung über die deutsche Filmgeschichte führte 1962 zur Gründung der Deutschen Kinemathek. Er leitete dieses Institut bis 1966.


Weitere Filme von Gerhard Lamprecht (Regie):
Der Friedhof der Lebenden (21) Frauenbeichte (21) Die Beichte einer Mutter (21) Pfropf- und Wumpfenschrumpfer (21) Die Erlebnisse einer Kammerzofe (22) Und dennoch kam das Glück (23) Das Haus ohne lachen (23) Die Andere (24) Hanseaten (25) Die Unehelichen (26) Schwester Veronica (27) Erstarrte Märchenwelt (28) Unter der Laterne (28) Zweierlei Moral (31) Was wissen denn Männer (33) Spione am Werk (33) Einmal eine grosse Dame sein (34) Prinzessin Turandot (34) Einer zuviel an Bord (35) Ein seltsamer Gast (36) Die gelbe Flagge (37) Der Spieler (38) Die Geliebte (39) Mädchen im Vorzimmer (40) Clarissa (41) Du gehörst zu mir (43) Die Brüder Noltenius (45) Kamerad Hedwig (45) Madonna in Ketten (49)

Produzent:
Menschen untereinander (26) Die Unehelichen (26) Schwester Veronica (27) Der Katzensteg (27) Der alte Fritz (28) Madame Bovary (37)

Darsteller:
Liebe und Trompetenblasen (20) Die sturmfreie Bude (20) Der Friedhof der Lebenden (21)

 
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