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Hans Meyer-Hanno


1906 - 1945

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Der Schauspieler Hans Meyer-Hanno wurde als Hans Fritz Martin Karl Meyer in Hannover geboren. Er begann nach einer Ausbildung bei Hilde Müller-Gerloff seine berufliche Laufbahn als Zeichner und Bühnenbildner. Daneben trat er als Musiker und Sänger bei den "Tibor Blue Boys" auf. 
Seine schauspielerische Karriere begann er 1929 mit Auftritten in der Katakombe von Werner Finck und beim Kabarett Larifari, es folgten Tourneen und Theaterengagements. Von 1939 bis 1943 war er Ensemble-Mitglied des Schillertheaters Berlin.

Beim Film debütierte Hans Meyer-Hanno nach einigen Kleinstauftritten Mitte der 30er Jahre mit grösseren Rollen, u.a. mit Filmen wie "Pechmarie" (34), "Schwarze Rosen" (35) und "Das Mädchen Johanna" (35).
In den folgenden Jahren etablierte er sich als Filmschauspieler mit den Filmen "Menschen ohne Vaterland" (37), "Du und ich" (38), "Der Maulkorb" (38), "Salonwagen E 417" (39), "Jud Süss" (40), "Der Kleinstadtpoet" (40) und "Der grosse König" (42).
Daneben arbeitete er auch als Synchronsprecher, u.a. von Raymond Massey. Ebenso blieb er dem Metier Theater treu und spielte auch in seiner aktiven Filmzeit regelmässig auf der Bühne.

Neben der Glamourwelt des Films war Hans Meyer-Hanno zusammen mit Beppo Römer und Alexander Graf Stenbock-Fermor alias "Der rote Graf" ein engagierter Widerstandskämpfer im Umfeld der "Roten Kapelle" in der Künstlerkolonie.
Die Widerstandsgruppe nannte sich RAS (Revolutionäre Arbeiter und Soldaten), die vor allem antifaschistiche Flugblätter verfasste, die zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus und Krieg aufrief. Hans Meyer-Hanno wurde von der Gruppe als still, zäh und unbeirrbar beschrieben, der auch vor gefährlichen Aufgaben nicht zurückschreckte.
Um seine Rolle als Widerstandskämpfer zu tarnen, agierte Hans Meyer-Hanno auch in einigen Propaganda-Filmen wie den oben erwähnten "Jud Süss".

Sein Engagement gegen den Nationalsozialismus musste Hans Meyer-Hanno teuer bezahlen. Durch einen Spitzel im Bund "Freies Deutschland" verraten, wurde er im Juli 1944 während eines Urlaubs auf einem Bauernhof in der Ostmark verhaftet. Er wurde zu drei Jahren Gefängnis in Bautzen verurteilt.

Zu den genauen Umständen von Hans Meyer-Hanno existieren verschiedene Versionen. Unter anderem musste er als Gefangener Frontarbeit leisten und wurde zur Aushebung von Schützengräben eingeteilt. Während eines solchen Arbeitseinsatzes versuchte er über eine Mauer zu flüchten, wurde jedoch ertappt und hinterrücks erschossen. Eine andere Quelle besagt, dass sich Hans Meyer-Hanno weigerte, sich dem Volkssturm anzuschliessen und wurde daraufhin in Bautzen ermordet. 
 

Detaillierte Informationen zu Hans Meyer-Hannos Tätigkeit als Widerstandskämpfer und eine ausführliche Grabrede von Gustav von Wangenheim findet man auf der Seite "KünsterKolonie Berlin eV".
 

Weitere Filme mit Hans Meyer-Hanno:
Die törichte Jungfrau (35) Das Mädchen vom Moorhof (35) Inkognito (36) Pat und Patachon als blinde Passagiere (36) Verräter (36) Savoy Hotel 217 (36) Versprich mir nichts! (37) Starke Herzen (37) Togger (37) Fortsetzung folgt (38) Die kleine und die grosse Liebe (38) Das Glück auf dem Lande (38) Skandal um den Hahn (38) Steputat & Co. (38) Altes Herz geht auf Reisen (38) Die fremde Frau (39) Kennwort: Machin (39) Die unvollkommene Liebe (40) Ihr Privatsekretär (40) Männerwirtschaft (41) Blutsbrüderschaft (41) Pedro soll hängen (41) Ritt zwischen den Fronten (41) Jakko (41) Sechs Tage Heimaturlaub (41) Kameraden (41) Der grosse Schatten (42) GPU (42) Andreas Schlüter (42) Ich vertraue dir meine Frau an (43) Die Gattin (43) Gefährlicher Frühling (43) Liebesgeschichten (43) Der Verteidiger hat das Wort (44) Zwischen Herz und Gewissen (45) Die Brüder Noltenious (45)


 
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