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DEUTSCHER FILM
DER DEUTSCHE
FILM
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Margarete Neff


1892 - 1984

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Die Schauspielerin Margarete Neff war nur für eine kurze Zeit aktiv beim Film tätig. Begonnen hatte sie ihre Laufbahn aber wie die Meisten dieser Jahre beim Theater.

Ihr Debüt feierte sie 1909 am Deutschen Theater Berlin, später folgten Engagements auf verschiedenen Bühnen Deutschlands.

Wieder nach Berlin zurückgekehrt, fasste sie auch beim Film Fuss und wurde von der Bolten-Baeckers-Filmgesellschaft engagiert.
Zu ihren ersten Filmen gehören "Der Meineidbauer" (16), "Die Rivalin" (19), "Die Liebe der Marion Bach" (19) und "Im Bahnwärterhäusl" (19).

Anfangs der 20er Jahre entstanden bereits ihre letzten filmischen Arbeiten. Zunächst agierte sie in den Filmen "Armer kleiner Pierrot" (20), "Die Mali" (20), "Der letzte Hohenhaus" (21) und "Dämonische Treue" (21), als sie in ihrem nächsten Film "Die Nächte des Cornelius Brouwer" (21) an der Seite des Schauspielers Rudolf Klein-Rogge spielte. 

Die beiden kamen sich näher und schliesslich heirateten sie. Margarete Neff zog sich danach aus dem Filmgeschäft zurück.
Erst nach ihrer Scheidung nahm sie ihre Schauspielkarriere wieder auf, doch nicht mehr beim Film, sondern ausschliesslich beim Theater, u.a. am Deutschen Nationaltheater Weimar bis 1935, ehe sie aufgrund ihrer jüdischen Abstammung aus Deutschland emigrieren musste und nach Österreich ging.

Mit dem Zusammenschluss Deutschlands und Österreichs ging die Verfolgung weiter. Ihr Ehemann wurde 1938 verhaftet und ihre Wohnung von der SA zertrümmert. Es folgte ein Spiessrutenlauf durch verschiedenste Instanzen, um ihren Mann wieder freizukriegen. Schliesslich wandte sie sich auch an Emmy Göring, einige Wochen später wurde ihr Mann tatsächlich wieder auf freien Fuss gesetzt. Es dauerte noch einige Monate, ehe sie im März 1939 nach Zürich auswandern konnte, später ging sie in die USA, wo sie im dortigen Emigrantenensemble tätig war. 1984 verstarb sie im Alter von 92 Jahren in New York.


 
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