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Die Büchse der Pandora (1929)

 . 
Plakat links von Josef Bottlik, Plakat mitte von Georg Pollak, Plakat rechts von Josef Bottlik


Inhalt:

Lulu befindet sich in ihrer Wohnung, die von ihrem Gönner, dem Chefredakteur Dr. Schön bezahlt wird. Sie schenkt dem Stromableser, der gerade die Stromrechnung ausstellt, ein Glas ein und bezirzt ihn mit ihren Blicken. Sie drückt ihm den Rechnungsbetrag in die Hand und dieser lässt es mit einem Augenzwinkern einige Münzen durch seine Finger auf den Boden fallen. Als es an der Tür klingelt und Lulu Herrn Schigolch sieht, stürmt sie freudig auf ihn zu und zieht ihn in ein Zimmer. Der Stromableser bleibt zurück und schaut den beiden verdutzt hinterher. Da macht er seine grosszügige Geste rückgängig und sammelt die Münzen wieder vom Boden auf. Schliesslich verlässt er die Wohnung.

Unbekannt als Stromableser

Louise Brooks als Lulu

Carl Goetz als Schigolch

Unbekannt

Lulu und Schigolch kennen sich von früher, als Lulu noch Tänzerin bei ihm war und er sie unterstützte. Sie unterhalten sich angeregt und machen Scherze, schliesslich tanzt Lulu im Wohnzimmer und Schigolch spielt dazu die Mundharmonika.
Doch Schigolch ist enttäuchst von ihrer Darbietung, als sie einzelne Schrittfolgen vergisst und wirft ihr vor, dass sie vieles verlernt habe.
Doch schnell vertragen sich die beiden wieder und er erklärt ihr, dass ein grosszügiger Freund alleine nicht ausreicht, um die Zukunft zu sichern und er möchte ihr Rodrigo Quast vorstellen, der mit Lulu eine Varieté-Nummer auf die Beine stellen soll, damit Lulu in der Öffentlichkeit bekannt wird.
Dieser wartet bereits unten auf der Strasse.

Louise Brooks und Carl Goetz

Louise Brooks und Fritz Kortner als Dr. Schön

Louise Brooks

Fritz Kortner

Doch da kommt Dr. Schön und Lulu versteckt Schigolch.

Dr. Schön wirkt bedrückt, schliesslich rückt er mit der Sprache raus und erklärt Lulu, dass er heiraten werde.
Er versucht ihr zu erklären, dass sie ihre Beziehung nicht mehr weiterführen können, da die bereits bestehenden Gerüchte seine Stellung gefährden könnten.
Doch Lulu entgegnet ihm scherzhaft, dass er sie totschlagen müsste, um von ihr loskommen zu können.

Fritz Kortner und Louise Brooks

Louise Brooks und Fritz Kortner

Carl Goetz

Krafft-Raschig als Rodrigo Quast

Der Widerstand von Dr. Schön ist schnell gebrochen und die beiden sinken küssend auf das Sofa nieder.

Doch da schlägt der Hund von Dr. Schön Alarm, als er Schigolch in seinem Versteck entdeckt. Dr. Schön schaut Lulu fragend an und sie stellt ihn als ihren ersten Mäzen vor.
Dr. Schön verlässt daraufhin verärgert die Wohnung.

Schigolch nutzt die Gelegenheit und winkt den immer noch auf der Strasse wartenden Quast zu sich hoch. Er stellt ihm Lulu vor und dieser ist gleich auf Anhieb von ihr fasziniert.

Unbekannt als Dr. von Zarnikov

Daisy D'Ora als Charlotte von Zarnikov

Daisy D'Ora und Unbekannt

Alice Roberts als Gräfin Geschwitz und Franz Lederer als Alwa Schön

Währenddessen liest Dr. von Zarnikow nochmals die Ankündigung der bevorstehenden Hochzeit seiner Tochter Charlotte mit Dr. Schön durch. Er drückt seiner Tochter nochmals seine Bedenken gegenüber der Hochzeit aus, da das Benehmen von Dr. Schön dies unmöglich macht.
Doch Charlotte kümmert das Gerede nicht.

Alwa Schön, der Sohn von Dr. Schön, sitzt am Klavier und komponiert die Musik für eine neue Revue. Die Kostümbildnerin Gräfin Geschwitz zeigt ihm ihre Entwürfe.
Da taucht auch Lulu auf und erzählt freudig, dass der berühmte Rodrigo Quast eine Varieté-Nummer mit ihr machen will. Alwa freut sich mit ihr und nimmt sie in den Arm. Dies lässt bei Gräfin Geschwitz Eifersucht aufflackern.

Alice Roberts, Franz Lederer und Louise Brooks

Fritz Kortner

Franz Ledere und Fritz Kortner

Louise Brooks und Sig Arno als Theatermanager

Lulu schaut sich die Kostümentwürfe an und bittet die Gräfin, für sie ebenfalls ein Kostüm zu entwerfen.
Danach eilt Lulu ins Arbeitszimmer von Dr. Schön, um ihn von der neuen Nachricht zu unterrichten, doch er ist gerade nicht anwesend. Auf dem Tisch sieht sie ein Bild jener Frau, die Dr. Schön zu heiraten beabsichtigt.

Als Dr. Schön das Arbeitszimmer betritt, weist er Lulu daraufhin, dass sie ihn nicht mehr besuchen sollte, doch Lulu entgegnet, dass sie nicht ihn sondern Alwa besucht habe.
Unter vier Augen fragt Alwa, der zu Lulu rein freundschaftlich verbunden ist, seinen Vater, warum er nicht Lulu heiraten will. Dr. Schön entgegnet, dass man solche Frauen nicht heiratet und dies gesellschaftlich einem Selbstmord gleichkomme.

Fritz Kortner und Daisy D'Ora

Louise Brooks

Louise Brooks

Louise Brooks und Unbekannt

Alwa erzählt den Grund von Lulus Besuch und dass sie mit einer Trapeznummer zum Varieté wolle. Doch Dr. Schön meint, dass sie nicht zum Varieté sondern zur Revue gehen wird, für die Alwa gerade die Musik schreibt. Er und seine Zeitung würden dann schon für den Erfolg von Lulu sorgen.
Alwa nimmt die Idee begeistert auf. Am Schluss gibt ihm der Vater den Rat, sich vor der Frau zu hüten, doch der Blick von Alwa sagt, dass er diesen Ratschlag nicht befolgen wird.

Bei der Generalprobe der Revue tanzt Lulu die Hauptrolle. Hinter den Kulissen schauen Alwa und Gräfin Geschwitz zu. Auch Quast ist als Darsteller mit von der Partie. Schliesslich treffen auch Dr. Schön und seine Verlobte Charlotte ein und beobachten die Generalprobe hinter den Kulissen, wo ziemlich grosser Betrieb herrscht.

Louise Brooks und Unbekannt

Louise Brooks und Fritz Kortner

Louise Brooks und Fritz Kortner

Louise Brooks

Da treffen sich die Blicke von Dr. Schön und Lulu. Sie sieht, wie er neben seiner zukünftigen Frau steht. Als sich die beiden abwenden und auf die andere Seite der Bühne gehen, verliert Lulu die Kontrolle und bricht die Generalprobe ab. Sie will nicht mehr in der Revue mitspielen.
Dr. Schön wird von einem Mitglied des Theaters gebeten, Lulu zur Vernunft zu bringen. Dieser liest ihr die Leviten, doch Lulu wendet sich Quast zu und gibt ihm zu verstehen, dass sie beide nun doch die Trapeznummer machen werden.

Fritz Kortner

Franz Lederer und Daisy D'Ora

Louise Brooks und Fritz Kortner

Fritz Kortner und Louise Brooks

Dr. Schön versucht nochmals, Lulu unter vier Augen zu überzeugen, mit der Revue weiterzumachen und sie begeben sich in einen Nebenraum.
Doch Lulu stellt auf stur. Als der Theatermanager in den Raum kommt und Lulu bittet, die Generalprobe weiterzuspielen, wird er von Dr. Schön rausgeworfen.
Doch alles Einreden auf Lulu ist ohne Erfolg und Lulu reagiert wie ein verwöhntes Kind, das nicht bekommt, was es will.
Als Dr. Schön Lulu ob ihrer Reaktion auszulachen beginnt, macht dies Lulu noch wütender. Doch schliesslich finden sich beiden in den Armen wieder und küssen sich.
In dem Moment geht die Tür auf und Alwa und Charlotte stehen davor. Sie beobachten entsetzt, wie die beiden sich in den Armen liegen. Als sie von den beiden bemerkt werden, huscht ein selbstzufriedenes Lächeln über Lulus Lippen. Voll neuem Elan geht sie wieder auf die Bühne, zurück bleibt ein konsternierter Dr. Schön und Charlotte verlässt enttäuscht das Theater.

Alice Roberts

Louise Brooks und Alice Roberts

Alice Roberts, Louise Brooks und Fritz Kortner

Fritz Kortner

Dr. Schön erklärt seinem Sohn gegenüber, dass er nun doch Lulu heiraten wird, da Charlotte nicht mehr auf eine Ehe eingehen wird. Lakonisch fügt er hinzu, dass dies seine Hinrichtung sei.

Auf der Hochzeitsfeier haben sich zahlreiche Gäste eingefunden, auch Lulus Freunde Quast und Schirgolch sind anwesend sowie Gräfin Geschwitz.
Die Gräfin, die ebenfalls in Lulu verliebt ist, nutzt die Gelegenheit und tanzt mit Lulu. Sie geniesst die wenigen nahen Momente mit ihr.
Doch kurz darauf holt Dr. Schön Lulu von der Tanzfläche, um sie einigen Freunden vorzustellen.

Krafft-Raschig

Carl Goetz

Fritz Kortner

Louise Brooks und Franz Lederer

Schigolch und Quast, die schon einiges getrunken haben, streuen als Überraschung für Lulu Rosenblüten auf ihr Bett für die bevorstehende Hochzeitsnacht. Dort trifft Lulu auf die beiden und man freut sich gemeinsam über das Glück von Lulu.
Als Dr. Schön das Schlafzimmer betritt, ist er über die Anwesenheit der beiden Gäste verärgert und es kommt beinahe zu einem Handgemenge zwischen Dr. Schön und Quast. Lulu kann nur mit Mühe Quast zurückhalten.
Dr. Schön entnimmt einer Kommode eine Waffe. Als er auf den weglaufenden Schigolch schiessen will hält ihn Lulu zurück und behauptet, dass er ihr Vater sei. Schigolch und Quast verlassen derweil hastig das Schlafzimmer.
Dr. Schön läuft den beiden mit seiner Waffe nach, kann aber von den erschreckten Gästen schliesslich beruhigt werden.
Die Hochzeitsstimmung ist dahin und die Gäste verlassen das Haus von Dr. Schön.

Franz Lederer

Louise Brooks und Fritz Kortner

Louise Brooks

Louise Brooks

Alwa kann derweil seine Gefühle für Lulu nicht mehr verbergen und er bittet sie, mit ihm zu kommen. Er legt seinen Kopf auf Lulus Schoss. In dem Moment kehrt Dr. Schön ins Zimmer zurück und findet die beiden. Als dieser realisiert, dass Lulu auch seinen eigenen Sohn bezirzt hat, befördert er Alwa aus seinem Haus.

Zurück bleibt ein hassender Dr. Schön und Lulu. Er drückt ihr seine Waffe in die Hand und fordert sie auf, sich zu erschiessen. Er flüstert ihr ins Ohr, dass sie sich selber töten soll, damit sie ihn nicht auch noch zum Mörder macht.
Diese weigert sich und im Handgemenge löst sich ein Schuss. Dr. Schön ist getroffen. Mit letzter Kraft umarmt er Lulu ein letztes Mal, ehe er zusammenbricht.

Louise Brooks

Louise Brooks

Fritz Kortner

Franz Lederer, Fritz Kortner und Louise Brooks

Alwa, vom Schuss alarmiert, stürmt ins Zimmer und sieht seinen Vater gekrümmt am Boden kauern, kurz darauf ist Dr. Schön tot.

Es kommt zur Gerichtsverhandlung. Der Verteidiger hat das Wort und fügt an, dass selbst der Sohn des Getötenen sich für die Angeklagte ausgesprochen hat. Er plädiert auf Freispruch. Danach erhält der Ankläger das Wort und er vergleicht die angeklagte Lulu mit der Pandora aus der griechischen Saga. Er fordert das Todesurteil.

Das Gericht zieht sich zur Beratung zurück. Schliesslich wird das Urteil verlesen: 5 Jahre Zuchthaus wegen Totschlags.

Karl Etlinger als Verteidiger

Unbekannt als Gerichtshof

Franz Lederer

Louise Brooks und Karl Etlinger

Unter den Zuschauern sind auch einige von Lulus Freunden aus früheren Zeiten und einer löst den Feueralarm aus.
Panik bricht im Gerichtssaal aus und alle stürmen zum Ausgang. Im allgemeinen Durcheinander nehmen einige Freunde von Lulu sie in deren Mitte und lassen sich von der Masse mit nach draussen drängen.

Lulu kehrt in die Wohnung zurück. Als später Alwa dort eintrifft und Lulu im Badezimmer entdeckt ist er empört, dass sie es wagt, hierher zu kommen.
Als Lulu den Telefonhörer ergreift, um sich selber beim Staatsanwalt ausliefern zu lassen, greift Alwa ein, um dies zu verhindern.
Lulu überzeugt Alwa, zusammen mit ihr zu fliehen.

Louise Brooks

Unbekannt als Staatsanwalt

Karl Etlinger

Louise Brooks

Die beiden besteigen einen Zug. Lulu versteckt sich am Abteil, in der Tasche den ausgeliehenen Pass von Gräfin Geschwitz.
Als sie kurz aus dem Abteil schaut, trifft sie auf Marquis Casti-Piani. Dieser gibt ihr für die Zigarette Feuer, danach zieht sich Lulu wieder in das Abteil zurück.
Doch Marquis Casti-Piani erkennt Lulu aufgrund eines Zeitungsberichtes mit Bild, in welchem Lulu gesucht wird und eine Belohnung von 5000 Mark ausgeschrieben ist.
Marquis Casti-Piani reisst die Seite mit dem Artikel heraus und schreibt auf den Zeitungsrand „Dankend erhalten, Marquis Casti-Piani“ und reicht den Zeitungsausschnitt an Lulus Begleiter Alwa. Diesem bleibt nicht anderes übrig, als auf die Erpessung einzugehen und er steckt dem Marquis das Geld zu.

Unbekannt und Louise Brooks

Unbekannt als Berichterstatter

Franz Lederer

Franz Lederer

Schliesslich tauchen Schigolch und Quast im Zug auf, um Lulu ebenfalls zu begleiten. Marquis Casti-Piani überzeugt unterdessen Alwa, statt nach Paris an einen anderen Ort zu fliehen.

So finden sich Alwa, Lulu und ihre Freunde auf einem Schiff wieder, auf dem ein Bordell und Glücksspiel betrieben wird. Lulu muss sich für Marquis Casti-Piani prostituieren und Alwa verfällt dem Glücksspiel.
Einige Monate später reist Gräfin Geschwitz nach und sucht Lulu und die anderen auf dem Schiff auf.
Alwa hat an diesem Abend kein Glück und verspielt sein ganzes Geld.

Krafft-Raschig, Alice Roberts und Carl Goetz

Louise Brooks

Franz Lederer und Louise Brooks

Louise Brooks und Franz Lederer

Mittlerweile hat Marquis Casti-Piani einen neue Möglichkeit entdeckt, auf einen Schlag viel Geld zu machen. Er sucht einen reichen Freier auf, dem er Lulu zum Verkauf anbietet.
Er ruft Lulu zu sich und präsentiert sie dem Freier ohne dass Lulu ahnt, um was es geht.
Dieser ist überzeugt und stimmt dem Kaufpreis zu.
Als Lulu dies vernimmt stellt sie Marquis Casti-Piani zur Rede und dieser bestätigt, dass er Geld braucht und er sie dem reichen Ägypter verkauft.

Franz Lederer

Louise Brooks und Michael von Newlinsky als Marquis Casti Piani

Michael von Newlinsky

Franz Lederer und Michael von Newlinsky

Als Marquis Casti-Piani den Raum verlässt stürzt sie ihm nach und fleht, den Verkauf rückgängig zu machen. Gräfin Geschwitz wird Zeugin dieser Unterhaltung und sieht eine Chance, die Gunst von Lulu für sich zu gewinnen.
Sie steckt Lulu Geld zu, welches sie Alwa weitergibt. Sie fleht ihn an, beim Spiel zu gewinnen, da sie sonst verloren wäre.
Alwa sucht Schigolch auf, der Erfahrung im Umgang mit gezinkten Karten hat und lässt von ihm ein solches Kartenspiel aushändigen.

Quast, der plant, mit seiner neuen Freundin eine Variete-Nummer auf die Beine zu stellen, setzt Lulu ebenfalls unter Druck, ihm das benötigte Startkapital zu geben oder er würde sie der Polizei übergeben.



Alice Roberts

Louise Brooks (mit neuer Frisur), Alice Roberts und Franz Lederer

Krafft-Raschig

Franz Lederer, Louise Brooks

Sie sucht Trost bei ihrem alten Freund Schigolch und beklagt sich, dass alle immer nur Geld von ihr wollen. Sie erzählt ihm von der Drohung durch Quast und bittet um seine Hilfe. Schigolch sagt ihr sofort zu und sie hecken einen Plan aus.
Als Schigolch auf Quast trifft, redet er ihm ein, dass die Gräfin Geschwitz in ihn verliebt sei und wenn er freundlich zur ihr wäre, sie ihn sicherlich auch finanziell unterstützt.
Lulu spielt das gleiche Spiel mit Gräfin Geschwitz und erzählt ihr, das Quast sie liebe. Sie soll sich ihm an den Hals werfen, da er sie sonst anzeigt.
Gräfin Geschwitz erklärt sich einverstanden, Quast glauben zu machen, dass sie ihm zugeneigt sei, um Lulu zu helfen.

Unbekannt als Freier/Kaufinteressent

Michael von Newlinsky

Unbekannt

Louise Brooks

Alwa hat beim Kartenspiel viel Geld gewonnen. Doch da wird entdeckt, dass er mit falschen Karten spielt und es bricht ein Tumult aus. Währenddessen lockt Gräfin Geschwitz Quast in einen abgelegenen Raum, wo Schilgoch bereits auf ihn wartet. Er bringt Quast um und sperrt Gräfin Geschwitz ein.

Schigolch informiert Lulu, dass sie nun fliehen müssen und er ein Boot organisiert.
Die Situation spitzt sich weiter zu, als einer der betrogenen Kartenspieler nach der Polizei ruft.
Als diese auf dem Schiff eintreffen, entdecken sie den toten Quast.
Schigolch, Lulu und Alwa befinden sich da aber bereits in einem Beiboot und rudern davon – ihr Ziel: Ein Schiff zu finden, welches sie nach London bringt.



Louise Brooks und Michael von Newlinsky

Alice Roberts

Louise Brooks

Franz Lederer

In London streicht ein Mann bedrückt durch die nebligen Strassen von London. Er beobachtet, wie die Leute um ihn herum das Weihnachtsfest feiern.
Als ihm eine junge Frau der Heilsarmee ein Getränk zum Kauf anbietet, drückt er ihr ein paar Münzen in die Hand. Etwas lässt ihn wie gebannt auf das junge Gesicht starren.
Als die junge Frau ihn kurz darauf etwas verloren am Weihnachtsbaum stehen sieht, fragt sie ihn, ob sie ihm irgendwie helfen könne.
Doch der Mann entgegnet nur, dass man ihm nicht helfen kann und geht seines Weges.

Carl Goetz

Louise Brooks und Carl Goetz

Krafft-Raschig und Carl Goetz

Alice Roberts und Louise Brooks

Lulu und ihre Freunde haben in London eine billige Unterkunft in einem Dachgeschoss gefunden, wo durch alle Ritzen ein kalter Wind durchs Zimmer zieht. Alwa sitzt entmutigt auf seinem Bett

Lulu geht alleine in der Nacht durch die Strassen und spricht schliesslich einen Mann an, um auf diese Weise zu Geld zu kommen. Der Mann ist jener Mann, der zuvor bedrückt durch die Strassen wandelte.
Als Lulu ihn zu sich mit nimmt gesteht er, dass er kein Geld. Doch Lulu stört dies nicht, da ihr der Mann gefällt.
Der Mann zieht ein Messer aus der Manteltasche und hält dieses hinter seinem Rücken versteckt. Er ficht einen inneren Kampf mit sich aus, schliesslich lässt er das Messer unbemerkt das Treppenhaus runterfallen und folgt Lulu.
Als Schigolch und Alwa die Schritte auf der Treppe hören verstecken sie sich hinter der Wohnungstür, um die Wohnung für Lulu und den vermeintlichen Freier freizumachen.
Schliesslich schleichen sie sich aus dem Haus.



Carl Goetz und Franz Lederer

Gustav Diessl als Jack 

Unbekannt als Mitarbeiterin der Heilsarmee

Gustav Diessl

Lulu und der Mann verbringen vertraute Minuten miteinander, doch da kippt plötzlich die Stimmung des Mannes. Ein auf dem Tisch liegendes Messer lässt seine inneren Dämonen wieder aufleben.
Doch dieses Mal kann er die Dämonen nicht im Zaum halten. Während sich Lulu in seinen Armen befindet ersticht er sie. Lulu bricht tot zusammen.

Der Mann - er ist jener Mann, vor dem auf Plakaten in den Strassen gewarnt wird, da er schon vier Frauen ermordet hatte - verlässt das Haus und läuft am nichtsahnenden Alwa vorbei in die Nacht.
Alwa zerbricht am Anblick des mutmasslichen Freiers, er kann Lulu nicht mehr in die Augen sehen. Ohne zur Wohnung zurückzukehren verschwindet auch er in den dunklen Gassen.



Gustav Diessl

Franz Lederer

Louise Brooks

Carl Goetz




Carl Goetz

Anschlag

Gustav Diessl

Carl Goetz und Franz Lederer




Louise Brooks und Gustav Diessl

Gustav Diessl

Louise Brooks

Gustav Diessl




Gustav Diessl

Carl Goetz

Gustav Diessl und Louise Brooks

Louise Brooks




Gustav Diessl und Louise Brooks

Louise Brooks

Gustav Diessl

Gustav Diessl und Franz Lederer




Franz Lederer

Carl Goetz

Franz Lederer



Hintergrundinformationen:

Der Film "Die Büchse der Pandora" war nach der Uraufführung bei den Kritikern umstritten, da dieser nicht den damaligen Moralvorstellungen entsprach. Dies verwundert, zumal speziell im Berlin der 20er Jahre ein exzessives Nachtleben existierte, deren Personifizierung sich u.a. in der Tänzerin und Schauspielerin Anita Berber wiederfand. 
Doch beim Film war man es sich nicht gewohnt, eine Frau zu sehen, die sich gefühlsmässig nicht bindet. Lulu erscheint im Film als flatterhaftes (manchmal fast engelhaftes) Wesen, das sich die Männer mal aus einer Gemütslage, mal berechnend auswählt und dabei immer eine gewisse Unschuld ausstrahlte, die den Beschützerinstinkt im Gegenüber auslöst. Dabei waren es die Beschützer, die eigentlich Schutz vor der Verführung Lulus benötigten, da ihre Gefühle für Lulu auf verlorenem Posten standen. Auch die lesbische Andeutung zwischen Lulu und Gräfin Geschwitz war Stein des Anstosses.

Der Film zeigt ohne moralischen Finger die Macht einer Frau, die sie auf Männer ausüben kann und diese Macht auch nutzt.
G.W. Pabst suchte lange nach der idealen Besetzung und er hatte schon viele Darstellerinnen abgelehnt, als er Louise Brooks im Film "A Girl in Every Port" entdeckte. Paramount lieh die am Anfang ihrer Laufbahn stehende Schauspielerin für diesen Film aus.

Mit Günther Krampf engagierte Pabst einen erfahrenen Kameramann, der schon den Klassiker "Nosferatu" auf die Leinwand bannte.

Das Drehbuch zum Film basierte auf den beiden Büchern "Erdgeist" und "Die Büchse der Pandora" des Schriftstellers Frank Wedekind. Der Inhalt des Filmes weicht teilweise deutlich von den Buchvorlagen ab.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            


Der Regisseur G.W. Pabst ermahnte Louise Brooks damals, dass sie aufpassen müsse, um nicht wie Lulu zu enden. Und tatsächlich wies das wirkliche Leben von Louise Brooks grosse Parallelen auf. Sie hatte zahlreiche Affären, teilweise von nur kurzer Dauer und sie war - wie sie selber später in einem Interview sagte - nicht zur wahren Liebe in der Lage. Sie sagte auch, dass sie Lulu damals gar nicht spielen musste, sondern einfach sie selber sein konnte, um den Anforderungen der Rolle zu genügen.

Erst in den 50er Jahren erlebte der Film und vor allem die Hauptdarstellerin Louise Brooks eine Wiederbelebung. Louise Brooks wurde in Frankreich in einer Reprise ihrer Arbeiten künstlerisch gewürdigt und sie wurde zur Ikone der modernen Frau im Film der 20er Jahre stilisiert. Auch der Film gilt seitdem als eines der Meisterwerke der Weimarer Republik . Louise Brooks Bubikopf-Haarschnitt und ihr spitzbübisches Gesicht harmonieren perfekt und ihre Rolle im Film fasziniert die Zuschauer. Die Frisur wurde u.a. dank ihr und der Schauspielerin Colleen Moore zu einem populären Modetrend der 20er Jahre.

G.W. Pabst drehte den Film ab Juli 1928 und er realisierte viele Szenen in den Filmwerken Staaken. Anfangs 1929 wurde der Film uraufgeführt. Der Film wies eine Länge von 3265 m auf.






Darsteller:

Louise Brooks als Lulu
Franz Lederer als Alwa Schön
Fritz Kortner als Dr. Ludwig Schön
Gustav Diessl als Jack
Carl Goetz als Schigolch
Krafft-Raschig als Rodrigo Quast
Alice Roberts als Gräfin Geschwitz
Karl Etlinger als Verteidiger
Daisy D'Ora als Charlotte von Zarnikow
Michael von Newlinsky als Marquis Casti-Piani
Sig Arno als Theatermanager
  

Mitarbeiterliste:

Regie:
Regie-Assistent:
Drehbuch:
Produzent:
Kamera:
Schnitt:
Kostüm:
Filmausstattung:
Produktion-Management:
Aufnahmeleitung:
Graphic Designer:



Georg Wilhelm Pabst
Mark Sorkin und Paul Falkenberg
Ladislaus Vajda, Joseph Fleisler und G.W. Pabst
Seymour Nebenzahl
Günther Krampf
Joseph R. Fieseler
Gottlieb Hesch (alias Bohumil Hes)
Gottlieb Hesch, Ernö Metzner und Andrej Andrejew
Georg C. Horetsky
Hans Landsmann
Marcel Tuszkay




Filmplakat in Frankreich von Marcel Gaillard



Filmplakat in Frankreich


Filmplakat in Spanien


Filmplakat in Deutschland von Herbert Dassel

 


Dialog in deutsch 
(PDF)
Copyright: Praesens Film Zürich

  

Ein herzlicher Dank geht an Herrn Gassmann, Praesens Film für die Zurverfügungstellung des Archivs.