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STUMMFILM
DER DEUTSCHE
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Ewald Schindler


1891 - 1948

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Der Schauspieler Ewald Schindler war fest mit dem Theater verbunden und arbeitete nicht nur als Schauspieler sondern führte u.a. als Direktor das Residenztheater in Hannover.

Beim Film debütierte er bereits 1911 mit den Filmen "Die weisse Sklavin" (11) und "Vergebens" (11).
Die Auftritte auf der grossen Leinwand blieben aber die Ausnahme, er agierte in den nächsten Jahren in den Stummfilmen "Ein Frauenherz" (14), "Sselam Aleikum" (19) und "Die Teppichknüpferin von Bagdad" (20). 16 Jahre später agierte er seinem einzigen Tonfilm "August der Starke" (36).

Nachdem Ewald Schindler einige Zeit lang für Bruno Walter als Assistent arbeitete, schlug ihn dieser für den Posten des Bühnendirektor an der Oper in Düsseldorf vor.

Als Hitler die Macht in Deutschland übernahm floh Ewald Schindler mit seiner Frau in die Tschechoslowakei, wo er zunächst die Aufgabe des Direktors der Oper des Deutschen Theaters in Prag übernahm. 1939 wurde er tschechischer Staatsbürger.

Als Deutschland in der Tschechoslowakei einfiel, floh er nach Italien, doch auch dort war er nicht sicher. Als Italien 1940 in den Krieg eintrat, wurde Ewald Schindler für 11 Monate in ein Konzentrationslager gesteckt.

1941 gelangte er in die USA und konnte in seiner alten Beschäftigung wieder Fuss fassen. Er leitete das King-Smith Playhouse und gründete zusammen mit der norwegischen Tänzerin Liljan Espenak die Schauspiel-Schule "The Playhouse Studio". 

Ewald Schindler kehrte nicht mehr nach Deutschland zurück und verstarb 1948 in den USA.


 
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