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DER DEUTSCHE
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Theo Shall


1896 - 1955

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Der Schauspieler Theo Shall wurde als William Guldner in Metz geboren.

Bevor er als Schauspieler eine erfolgreiche Laufbahn einschlagen konnte, diente er während des 1. Weltkriegs bei einer Artillerie-Einheit Deutschlands.

Nach dem verlorenen Krieg wurde Metz Frankreich zugesprochen und William Guldner musste seine Heimatstadt verlassen.

Er ging nach Deutschland, wo er sich den Künstlernamen Theo Shall zulegte und 1920 sein Filmdebüt mit "Die Hand des Würgers" (20) feierte. Regie führte Bruno Eichgrün.

In den nächsten Jahren blieben seine Auftritte vor der Kamera eher selten, da er regelmässig als Theaterschauspieler aktiv war, speziell in Berlin und später auch am Volkstheater in Wien. 1928 übernahm er in Zürich nicht nur Aufträge als Bühnenschauspieler wahr sondern inszenierte auch Stücke als Regisseur.

Zu Theo Shalls wenigen weiteren Stummfilmen gehören Carl Boeses "A halott szerelme" (22) mit Hollywood-Star Vilma Banky, "Das Spielzeug von Paris" (25) mit Hans Moser und Lily Damita unter der Regie von Michael Curtiz sowie "Befehl zur Ehe" (28) mit Dina Gralla und Werner Fütterer.

Anfangs der 30er Jahre ging Theo Shall nach Hollywood, wo er in einigen deutschen Versionen amerikanischer Filmerfolge mitwirken konnte. 
So durfte er u.a. unter der Regie von Jacques Feyder mit der legendären Schauspielerin Greta Garbo in "Anna Christie" (31) mitwirken.

Nach diesem kurzen Amerika-Aufenthalt kehrte er nach Deutschland zurück und verkörperte Haupt- und Nebenrollen in den Produktionen "Die Abenteurerin von Tunis" (31), "Rasputin, Dämon der Frauen" (32) und "Fünf von der Jazzband" (32).

Danach konzentrierte er sich wieder vermehrt auf das Theater und unternahm Tourneen durch Zürich, Paris und schliesslich gar Australien.

Ab 1934 entstanden auch wieder weitere filmische Arbeiten, zunächst in London, dann auch wieder in Deutschland, wo er in den nächsten Jahren viele Auftritte vor der Kamera absolvieren konnte.

Zu seinen bekanntesten Filmen bis Ende des 2. Weltkriegs gehören "Spring in the Air" (34), "Kirschen in Nachbars Garten" (35), "Sherlock Holmes" (37), "Der Tiger von Eschnapur" (38), "Kennwort Machin" (39), "Die Rothschilds" (40), "Carl Peters" (41), "U-Boote westwärts!" (41), "Titanic" (43) und "Kolberg" (45).

1936 gründete Theo Shall in Berlin das Internationale Theater, das vor allem fremdsprachige Stücke aufführte.

Nach dem Krieg agierte Theo Shall weiterhin auf der Bühne als auch vor der Kamera für DEFA-Produktionen.
Zu seinen letzten filmischen Arbeiten gehören "Roman einer jungen Ehe" (52), "Geheimakten Solvay" (53), "Stärker als die Nacht" (54), "Ernst Thälmann - Führer seiner Klasse" (55) und "Heimliche Ehen" (56).
 

Weitere Filme mit Theo Shall:
Was ist Liebe...? (24) Der Schulmeister vom Lichtenthal (28) Olympia (30) Die grosse Fahrt (31) Der Hochtourist (31) Brumes de Paris (32) Ten Minute Alibi (35) Die Entführung (36) Tango Notturno (37) Pour le Mérite (38) Flucht ins Dunkel (39) Kadetten (39) Liebesschule (40) Achtung! Feind hört mit! (40) Blutsbrüderschaft (41) Hauptsache glücklich! (41) Geheimakte W.B.1 (42) G.P.U. (42) Zugverkehr unregelmässig (51) Jacke wie Hose (53) Gefährliche Fracht (54) Der Fall Dr Wagner (54) Hotelboy Ed Martin (55) 


 
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