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Lynn Fontanne


1887 - 1983

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Die Schauspielerin Lynn Fontanne wurde als Lillie Louise Fontanne geboren. Sie bildete mit ihrem Mann Alfred Lunt eines der überragendsten Schauspielerpaare des amerikanischen Theaters.

Beide hatten eine ablehnende Haltung gegenüber Filmauftritten, dennoch agierten sie ab und zu vor der Kamera.

Lynn Fontanne agierte erstmals 1924 in einem Film mit dem Titel "Second Youth", ein Jahr später folgte ihr letzter Stummfilm "The Man Who Found Himself" (25).
In den kommenden Jahren entstanden nur noch wenige weitere Produktionen, u.a "The Guardsman" (31), der ihr eine Oscar-Nominierung einbrachte und eine Episode der Fernsehserie "The United States Steel Hour: The Old Lady Shows Her Medals" (63), für ihre Rolle wurde sie mit dem Emmy ausgezeichnet..

Im Gegensatz zum Film war die Bühne das Zuhause von Lynn Fontanne. Ihre Bühnenpräsenz begeistere den Broadway und sie stiegen zum Vorzeigepaar Amerikas auf.

Begonnen hatte alles in England, als Lynn Fontanne bei der berühmten Schauspielerin Ellen Terry Unterricht nahm. Ihre professionelle Laufbahn begann sie 1905 in London und tourte schliesslich durch ganz England.

Als sie mit Grossmiths Theatergruppe in Amerika auf Tour ging, stellte sich der Erfolg zunächst nicht ein. Erst als sie von der Schauspielerin Laurette Taylor und ihrem Ehemann, dem Autor J. Hartley Manners für das Stück "The Wooing of Eve" engagiert wurde, fand sie beim Publikum Beachtung.

Schliesslich lernte Lynn Fontanne den Schauspieler Alfred Lunt kennen und die beiden verband eine besondere Beziehung. 
Bereits 1919 traten die beiden gemeinsam auf, u.a. in "A Young Man's Fancy" (19), daneben agierte aber beide auch getrennt in weiteren Stücken.

Ab den 20er Jahren avancierten sie schliesslich als Duo zum grossen Kassenmagneten und Stücke wie "Arms and the Man" (25), "Pygmalion" (26) und "The Doctor's Delemma" (27) fesselten das Publikum.
Nach 1928 traten beide nur noch gemeinsam auf. 
Zu ihren grössten Triumphen gehören "Design for Living" (33), "Idiot's Delight" (36) und "There Shall Be No Night" (40).

1960 traten die beiden von Bretter, die die Welt bedeuten, zurück.

Ihre grösste Rolle spielte sie jedoch nicht auf der Bühne sondern im realen Leben. Ihre Heirat mit Alfred Lunt war eine sogenannte Lavender Hochzeit, eine Ehe zwischen zwei homosexuellen (oder bisexuellen) Leuten, um nach Aussen eine heterosexuelle Beziehung scheinen zu lassen. Dadurch verkörperten sie das ideale amerikanische Paar und das Publikum glaubte der Märchen-Romanze zwischen dem vermeintlichen Farmerjungen und zierlichen englischen Schönheit, die gemeinsam Starruhm erlebten. Ihre Hochzeit dauerte über 50 Jahre.

1999 wurde zu Ehren des Schauspielerpaares eine Briefmarke in den USA herausgegeben.
 

Weitere Filme mit Lynn Fontanne: 
Serie "Producers' Showcase: The Great Sebastians" (57) Serie "Hallmark Hall of Fame: The Magnificent Yankee" (65) Serie "Hallmark Hall of Fame: Anastasia" (67)


 
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