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1927

 
Der Schriftsteller Martin Walser wurde von der Schule weg als Flakhelfer während des 2. Weltkriegs eingezogen, gegen Ende des Krieges war er einfacher Soldat.

Nach dem Krieg setzte er seine Ausbildung fort und er studierte Geschichte, Literaturwissenschaft und Philosophie.

Erste schriftstellerische Erfahrungen sammelte er ab 1949, als er als Reporter und Verfasser von Hörspielen für den Süddeutschen Rundfunk tätig war.
Schon bald weiteten sich seine Aktivitäten aus und er war auch als Redakteur und Hörspielregisseur aktiv.

Nach seinen Arbeiten "Templones Ende" (55) und "Ein Flugzeug über dem Haus und andere Kurzgeschichten" (55) erschien 1957 sein erster Roman mit "Ehen in Philippsburg", welcher ihn in der Literaturszene etablierte.
Der frühe Erfolge erlaubte es ihm, von nun an als freier Schriftsteller seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

So schrieb er in den 60er Jahren Bücher wie "Halbzeit" (60), "Eiche und Angora" (62), "Lügengeschichten" (64), "Unser Auschwitz" (65), "Erfahrungen und Leseerfahrungen" (65), "Das Einhorn" (66) und "Heimatkunde" (68).

Ebenfalls in den 60er Jahren entstanden erste Theaterstücke, darunter "Der Abstecher" (61), "Das Sofa" (61), "Eiche und Angora" (62), "Die Zimmerschlacht" (62), "Überlebensgross Herr Krott" (64), "Der schwarze Schwan" (64) und "Wir werden schon noch handeln" (68).

In den 70er und 80er Jahren schrieb der auch politisch aktive Martin Walser weitere Werke wie "Fiction" (70), "Die Gallistl'sche Krankheit" (72), "Der Sturz" (73), "Jenseits der Liebe" (76), "Ein fliehendes Pferd" (78), "Seelenarbeit" (79), "Das Schwanenhaus" (80), "Selbstbewusstsein und Ironie" (81), "Brief an Lord Liszt" (82), "Liebeserklärungen" (83), "Brandung" (85), "Messmers Gedanken" (85), "Geständnis auf Raten" (86), "Die Amerikareise" (86), "Dorle und Wolf" (87), "Jagd" (88) und "Über Deutschland reden" (88).

Für das Theater entstanden in diesen Jahren "Ein Kinderspiel" (70), "Aus dem Wortschatz unserer Kämpfe" (71), "Das Sauspiel" (75), "In Goethes Hand" (82), "Die Ohrfeige" (86) und "Nero lässt grüssen oder Selbstporträt des Künstlers als Kaiser" (89).

Sowohl mit einigen seiner Bücher als auch mit verschiedenen Äusserungen polarisierte Martin Walter immer wieder und gab Anlass zu hitzigen Debatten.

Bis ins hohe Alter aktiv bleibend schrieb Martin Walser in den nächsten Jahren Bücher wie "Die Verteidigung der Kindheit" (91), "Ohne einander" (93), "Vormittag eines Schriftstellers" (94), "Finks Krieg" (96), "Deutsche Sorgen" (97), "Heimatlob" (98), "En springender Brunnen" (98), "Am Wasser" (00), "Der Lebenslauf der Liebe" (01), "Tod eines Kritikers" (02), "Messmers Reisen" (03), "Der Augenblick der Liebe" (04), "Die Verwaltung des Nichts" (04), "Angstblüte" (06), "Der Lebensroman des Andreas Beck" (06), "Das geschundene Tier" (07), "Ein liebender Mann" (08), "Mein Jenseits" (10), "Muttersohn" (11), "Meine Lebensreisen" (12) und "Das dreizehnte Kapitel" (12).

Daneben schrieb er auch wenige Drehbücher, die nicht auf seinen Büchern basierten, darunter "Das Unheil" (72) und "La faille" (75).


 
Nachfolgend eine Übersicht jener Filme, die auf seinen Büchern basieren (zu einigen schrieb er auch das Drehbuch):
 - Der Abstecher 1962 von Regisseur Günter Gräwert mit Rosel Schäfer, Horst Tappert und Benno Sterzenbach
 - Chiarevalle wird entdeckt 1963 von Regisseur Hannes Tannert mit Harald Leipnitz, Olga von Togni und Max Mairich
 - Eiche und Angora 1964 von Regisseur Rainer Wolffhardt mit Horst Bollmann, Ruth Drexel, Paul Dahlke und Herbert Fleischmann
 - Pikakäynti 1965 von Regisseur Heikki Ritavuori mit Lasse Pöysti und Kaarlo Juurela (basierend auf "Der Abstecher")
 - Een hoffelijkheidsbezoek 1966 mit Raymond Bossaerts und Rudi Falkenhagen (basierend auf "Der Abstecher")
 - eine Episode der Serie "ITV Playhouse: The Detour" 1968 mit Valerie French und Harold Lang
 - Den sorte svane 1968 von Regisseur Knut M. Hansson
 - Die Zimmerschlacht 1969 von Regisseur Franz Peter Wirth mit Martin Benrath, Gisela Uhlen und Ulrich Matschoss
 - Ausweglos. Aussagen über einen Lebenslauf 1970 von Regisseur Reinhard Hauff
 - Überlebensgross Herr Krott - Requiem für einen Unsterblichen 1971 Martin Batty und Karl Vibach mit Nikolaus Reinecke, Irene Marwith und Dirk Galuba
 - Das Einhorn 1978 von Regisseur Peter Patzak mit Peter Vogel, Gila von Weitershausen und Christiane Rücker
 - Der Sturz 1979 von Regisseur Alf Brustellin mit Dieter Augustin, Hannelore Elsner, Wolfgang Kieling, Eva Maria Meineke, Klaus Pohl, Kurt Raab und Mady Rahl
 - eine Episode der Serie "Emmenez-moi au théâtre: Chêne et lapins angora" 1982 von Regisseur Georges Wilson mit Jacques Dufilho und Macha Méril
 - Ein fliehendes Pferd 1985 von Regisseur Peter Beauvais mit Vadim Glowna, Marita Marschall und Rosel Zech
 - Alles aus Liebe 1986 von Regisseur Rainer Boldt mit Ilse Hofmann, Gunnar Möller und Hellmuth Karasek (basierend auf "Säntis")
 - eine Episode der Serie "Tatort: Armer Nanosh" 1989 von Regisseur Stanislav Barabas mit Manfred Krug, Charles Brauer, Edgar Selge, Lisa Kreuzer und Klaus Barner
 - Serie "Tassilo - Ein Fall für sich" 1991 von Regisseur Hajo Gies mit Bruno Ganz, Helmut Berger, Mathias Gnädinger und Axel Milberg
 - Ohne einander 2007 von Regisseur Diethard Klante mit Franziska Walser, Klaus Pohl, Jürgen Prochnow und Josef Bierbichler
 - Ein fliehendes Pferd 2007 von Regisseur Rainer Kaufmann mit Ulrich Noethen, Ulrich Tukur, Katja Riemann und Petra Schmidt-Schaller

 
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