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DER DEUTSCHE
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Hans Erdmann


1882 - 1942

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Der Filmkomponist Hans Erdmann wurde als Hans Thimotheos Erdmann Guckel in Breslau geboren.

Nach einem Studium in Violine, Komposition und Musiktheorie arbeitete er zunächst als Konzertmeister am Breslauer Schauspielhaus.
Seine Laufbahn wurde mit dem Einzug zur Armee während des 1. Weltkriegs unterbrochen. Nach dem Krieg folgten Engagements am den Theatern in Riga und Jena, wo er seine musikalische Leidenschaft weiter ausüben konnte.

Anfangs der 20er Jahre kam er mit dem Film in Kontakt und er schrieb erste Kompositionen für Kinoaufführungen. Seine bekannteste Arbeit entstand für den deutschen Stummfilm-Klassiker "Nosferatu" (22) von Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau mit Max Schreck in der Hauptrolle.

Trotz seines Erfolgs blieb es vorerst bei dieser Filmarbeit, stattdessen wandte sich Hans Erdmann als Redaktor verschiedenen Publikationen zu, darunter die Zeitschrift "Filmtechnik", das "Reichsfilmblatt" sowie der Zeitschrift "Film - Ton - Kunst", wo er sich mit der Begleitmusik von Stummfilmen auseinandersetzte.

Mit seinem Engagement am Konservatorium in Berlin im Bereich "Akademie für Filmmusik" ab 1928 avancierte er zu einem bedeutenden Lehrer für Filmmusik, der zahlreiche junge Komponisten diesem zukunftsträchtigen Medium näherbrachte.

Erst ab 1930 schrieb Hans Erdmann selber wieder Filmmusiken, zunächst für Kurzfilme wie "Urwaldsymphonie" (30) und "Mündiges Volk" (31), schliesslich folgten Filmkompositionen zu den Kinofilmen "Das Testament des Dr. Mabuse" (33) von Fritz Lang mit Rudolf Klein-Rogge, Gustav Diessl, Rudolf Schündler und Theo Lingen und "August der Starke" (36) von Paul Wegener mit Michael Bohnen, Lil Dagover, Marieluise Claudius und Franz Schaftheitlin.

 
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