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Der doppelte Matthias
1941

Handlung

Erzählt wird die Geschichte eines Witwers mit fünf sehr eigenwilligen Töchtern. Bis auf Rahel sind alle seine Töchter eher der rustikalen Frauengestalten hinzuzuzählen, was so mancher Verehrer zu spüren bekommt.
Besuch verirrt sich daher nur selten auf den Ruchegg-Hof von Matthias Stump. Als eines Tages drei heruntergekommene Gesellen vor Ort auftauchen und es an jeglichem Benehmen fehlen lassen, werden diese vom Bauer zusammen mit seinen Töchtern überwätlitg und im Saugaden eingesperrt. Die drei konnten am Folgetag jedoch entwischen.



Emil Gyr

Sylva Denzler

Eleonora Dossenbach

Als die Tochter Judith im Dorf den Viehhändler Baschitoni kennenlernt, entsteht eine gegenseitige Sympathie und die beiden kommen sich näher. Schliesslich heiraten die beiden und während des Festes lernt die Tochter Sulamith den Lehrer Beda Almoser kennen. Bei beiden funkt es sofort und ein neues Paar ziert den Ruchegg-Hof.

Zwei von drei Töchtern haben endlich ihren Lebensgefährten gefunden, doch noch waren drei Töchter von Bauer Stump ohne Mann. Doch das sollte sich schnell ändern. Die grobschlächtige Rebekka, die auch gerne in der Wirtschaft mit den Männern Karten spielt, lernt bei einer solchen Gelegenheit den Metzger Schwitter näher kennen. 

Madeleine Koebel

Mirel Sutter

Marianne Hediger


Doch dieser muss ihr zuerst in allerlei Prüfungen beweisen, dass er Manns genug für sie ist. Sie messen ihre Kräfte beim Armdrücken und beim Hosenlupf und klettern auf Bäume. Bei einer solchen Aktion stürzt der Metzger von einem Baum und bleibt bewusstlos liegen. Er wird ins Haus gebracht, wo sich Rebekka um ihn kümmert. Sie beugt sich langsam über ihn und küsst ihn. Als dieser daraufhin wieder sein Bewusstsein erlangt, packt er sie und erwidert ihre Küsse wild. Der Bann war gebrochen.Als die drei Töchter den Hof verlassen haben, um mit ihren Männern zu leben, fühlt sich der Bauer Stump einsam, zudem fehlen ihm die helfenden Hände, die er mit dem Weggang der drei Töchter verloren hat.

Leopold Biberti

Robert Bichler

Max Röthilsberger

Da empfiehlt im seine Tochter Judith den neuen Knecht Bäni. Dieser ist kein geringerer als einer der drei heruntergekommenen Gesellen, die damals den Radau auf dem Hof veranstaltet haben. Inzwischen geläutert und ehrlicher Arbeit zugetan. Er bewährt sich auch auf dem Ruchegg-Hof, wo sich eine gegenseitige Zuneigung mit Rahel abzeichnet. Zwar hat auch der wohlhabende Bäcker Burket ein Auge auf Rahel geworfen, was dem Bauer Stump sehr recht ist, doch Rahel interessiert sich nur für Bäni und hat kein Gehör für die Werbung des Bäckers.



Rico Senn


Ekkehard Kohlund


Sigfrit Steiner
 
Als Rahel mit Bäni an eine Tanzveranstaltung geht und der Bauer Stump davon erfährt, stürmt er ihnen wütend nach und stellt sie zur Rede. Doch Rahel ist nicht auf den Mund gefallen und macht ihrem Vater klar, dass nur Bäni der Richtige für sie ist.

Der Vater gibt seine Ambition auf, seine Tochter Rahel beeinflussen zu wollen, und dem war gut so.

Hans Fehrmann



Friedrich Braun

evtl. Claire Kaiser


Denn der Bäcker selbst blieb enttäuscht auf dem Ruchegg-Hof zurück, als er von der Abkehr Rahels gegenüber seiner Person erfahren hat. Doch Hagar kümmerte sich um den Liebeskranken und es kommt, wie es kommen muss. Die beiden entdecken ihre gegenseitige Zuneigung und werden ebenfalls ein Paar.

Für den Bauer Stump ist es zwar ein grosser Verlust, dass vier seiner fünf Töchter seinen Hof verlassen haben und er spielte gar mit dem Gedanken, den Hof zu verkaufen. Doch mit der Heirat von Rahel mit dem Bäni erhält er einen tatkräftigen Schwiegersohn und würdigen Nachfolger für seinen Hof. Die Zukunft des Ruchegg-Hofes ist gesichert.

Emil Gyr, Robert Bichler, Friedrich Braun und Hans Fehrmann

Hans Fehrmann, Friedrich Braun und Robert Bichler

Sylva Denzler, Hans Fehrmann, Madeleine Koebler und Emil Gyr



Kritiken


Als der Film in die Kinos kam, wurde er sehr wohlwollend aufgenommen und man hat die darstellerische Leistung und die eindrückliche Inszenierung hervorgehoben. In zahlreichen Zeitungen wurden positive Artikel verfasst, stellvertretend dafür der Artikel in "Die Weltwoche":

Von diesem neuen Schweizer Film zu sagen, er sei eine liebevolle und exakte Übertragung von Meinrad Lienerts humorvollem Roman, bedeutet ein artiges lob für den Regisseur, den Kameramann, die Darsteller und den Neffen des Dichters, Ottl Hellmut Lienert, der über die Werktreue und die folklorischte Richtigkeit der Filmarbeit gewacht hat. Ein Lob dieser Art genügt jedoch nicht; denn der Film vom doppelten Matthias ist als selbständigtes Werk verständlich, betrachtenswert und überzeugend. Man hat den Eindruck, es sei hier mit Überlegung und formender Phantasie gearbeitet worden, nicht mit fader Routine. 



Max Röthlisberger und Marianne Hediger


Marianne Hediger und Max Röthlisberger

Marianne Hediger und unbekannt

Die Szenen sind reich und bewegt, das Bild dient zum Aufdecken von Zusammenhängen und von typischen Eigenschaften der dargestellten Menschen, die Darsteller treten icht auf wie im Vereinstheater oder auf der Berufsbühne, sondern werden durch die Kamera in Einzelheiten erfasst, die für ihr Verhalten bezeichnend oder für den Gang der Erzählung bedeutend sind. Dazu gehört auch, dass mit bäurischem Gerät und mit schönen Landschaften nicht geprahlt wird, sondern dass Gegenstände und Landschaften in der gut durchgearbeiteten Milieuschilderung ihren richtigen, wohlüberlegten Platz haben. 

Emil Gyr und Eleonora Dossenbach


Emil Gyr, Sigfrit Steiner und Sylva Denzler
 

Emil Gyr und Madeleine Koebel

Freilich sehen wir die Bauern in dieser munteren Geschichte kaum bei ihrer Arbeit, sondern bei ihren Schrullen und Launen, Vergnügungen und krausen Heiratsverhältnissen. Bas Bäuerliche versteht sich dabei von selbst. Er ist im besten Sinne vergnüglich, nichts wird ins unnatürlich Spasshafte verzerrt. Die Darsteller sind sehr gut geführt, Emil Gyr in der Titelrolle zeigt eine ganz verzügliche Leistungh, bei der nicht raffinierte schauspielerische Technik, sondern völliges Vertrautsein mit dem Wesen der darzustellenden Figur entscheidet.



Mirel Sutter und Leopold Biberti

Mirel Sutter und Leopold Biberti



Mirel Sutter und Leopold Biberti
 

Die Romanvorlage

Der Film "Der doppelte Matthias" - dieser wurde auch unter dem Titel "Der doppelte Matthias und seine Töchter" bzw. "5 Mäderlhaus/Fünfmäderlhaus" aufgeführt - entstand nach dem Roman von Meinrad Lienert.  Geschrieben wurde das Buch 1929.

Ekkehard Kohlund und Eleonora Dossenbach

Eleonora Dossenbach und Emil Gyr

Eleonora Dossenbach und Mirel Sutter


Meinrad Lienert wurde 1865 in Einsiedeln geboren. Nach einem Studium in Rechtswissenschaft arbeitete er als Notar in seinem Geburtsort.
Als er 1899 nach Zürich ging, arbeitete er für die Zeitung "Die Limmat" als Redaktor, doch bereits ein Jahr später arbeitete er als freier Schriftsteller und er verfasste Romane und Theaterstücke.
Zu seinen frühen schriftstellerischen Arbeiten gehören "Flüehblüemli" (1891), "Geschichten aus den Schwyzerbergen" (1894), "Das war eine goldene Zeit" (06), "S'Juzlienis Schwäbelpfyffli" (06), "Der Pfeiferkönig" (09), "Bergdorfgeschichten" (14), "Schweizer Sagen und Heldengeschichten" (14),  "Drei altmodische Liebesgeschichten" (16) und "Zürcher Sagen" (19).

Madeleine Koebel, Emil Gyr und Sigfrit Steiner

Eleonora Dossenbach, Sylva Denzler und Emil Gyr

Ekkehard Kohlund und Sylva Denzler


Meinrad Lienert blieb bis zu seinem Tod als Autor aktiv. So veröffentlichte er in den kommenden Jahren "Hansjörlis Fahrt nach dem Zauberwort" (22), "Der König von Euland" (28), "Der doppelte Matthias und seine Töchter" (29), "Die Kunst zu Illendorf" (31) und "Das Glöcklein auf Rain" (33).

Zahlreiche seiner Texte wurden später von Jodlerkomponisten vertont.


Rico Senn, Madeleine Koebel und Eleonora Dossenbach

 

Madeleine Koebel und Rico Senn


Madeleine Koebel und Rico Senn




Friedrich Braun


Hans Fehrmann und Friedrich Braun

Robert Bichler und Eleonora Dossenbach




Sigfrit Steiner, Emil Gyr und Ekkehard Kohlund

Sylva Denzler und Ekkehard Kohlund

 

Robert Bichler, Sylva Denzler, Emil Gyr und Eleonora Dossenbach



Madeleine Koebel, Max Röthlisberger und Mirel Sutter

Robert Bichler und Eleonora Dussenbach

Rico Senn und Madeleine Koebel




Robert Bichler

Robert Bichler und Friedrich Braun



Sylva Denzler
 

Eleonora Dossenbach

Eleonora Dossenbach, Marianne Hediger, Emil Gyr und Sylva Denzler



Emil Gyr



Robert Bichler, Hans Fehrmann und Friedrich Braun


Eleonora Dossenbach

Emil Gyr und Marianne Hediger



Darsteller:

Emil Gyr als Matthias Stump
Madeleine Koebel als Judith Stump
Sylva Denzler als Hagar Stump (Hager)
Marianne Hediger als Sulamith Stump (Salami)
Mirel Sutter als Rebekka Stump (Räb)
Eleonora Dossenbach als Rahel Stump (Rölleli)
Claire Kaiser als Stolzernbase
Rico Senn als Viehhändler Baschitoni
Ekkehard Kohlund als Bäcker Burket
Leopold Biberti als Metzger Schwitter
Robert Bichler als Baeni
Max Roethlisberger als Lehrer Beda Almoser
Fritz Pfister als Spielaumichel
Fritz Bois als Advokat Fink
Sigfrit Steiner als Kantonsrat Fuchs
Hans Fehrmann als 1. Stromer
Friedrich Braun als 2. Stromer
Franz von Muralt als Gerichtspräsident
Karl Tscheulin als 1. Richter
Gustav Gnehm als 2. Richter
Hans Grimm als Weibel

Mitarbeiterliste:

Regie:
Drehbuch:
Produktionsleitung:
Musik:
Dialog-Regie:
Kamera:
Filmausstatter:
Ton:
Cutter:
Aufnahmeleiter:
Aufnahmeleiter-Assistent:
Produktionssekretärin
Kamera-Assistent:
Requisiten:
Maskenbildnerin:
Scriptgirl:
Bauleiter:
Ton-Assistent:
Monteuse:
Frisuren:
Kostüme:

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Sigfrit Steiner und Emil Edwin Reinert
Sigfrit Steiner
Stefan Markus
Robert Blum
Otto Helmut Lienert
Mark Bujard
André Perrotet
Bruno Müller
Werner Haller
Koni Steiner
Walter Kaegi
Irene Bourquin
René Boehninger
Armand Burgdorfer
Patsy Weinhold
Greta Maurer
Walter Lipski
Fritz Obitsch
Lilly Bourquin
Erna Grueneisen
Leni Hauebensack


 

Die Macher im Hintergrund:

  

Robert Blum - Filmkomponist






Unbekannt

Unbekannt



Unbekannt



Bild vom Set

Bild vom Set



Ein herzlicher Dank geht an Herrn Gassmann für die Zuverfügungstellung des Archivs. Copyright: Praesens Film AG