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Nebelspalter 90er Jahre

Nachstehend die Publikationen der Werke Werner Büchis im Nebelspalter und sofern vorhanden auch die dazugehörigen Original-Zeichnungen.

Am Ende dieser Seite findet man einen ausführlichen Bericht zum Ende der Zusammenarbeit des Nebelspalters mit Werner Büchi.


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Nach einer 58-jährigen Zusammenarbeit zwischen Werner Büchi und dem Nebelspalter endete diese 1994, nachdem der Nebelspalter Ende der 80er Jahre in eine grosse Krise geraten ist und die Auflagenzahl kontinuierlich zurückging.

Die Folge war ein häufiger Wechsel bei den Verantwortlichen des Nebelspalters und der Versuch, das Ruder herumzureissen, teilweise auch mit der Dampfhammermethode. So veränderte sich nicht nur der Inhalt des Nebelspalters drastisch sondern auch langjährige Mitarbeiter wurden mit unsensiblen Aussagen vor den Kopf gestossen.

Dies musste auch Werner Büchi erfahren. Anfangs der 90er Jahre wurden seine Zeichnungen vermehrt nicht mehr auf einer ganzen Seite abgebildet sondern plötzlich verkleinert zu zweit oder gar zu viert wiedergegeben. Über diese Veränderung gab es keine Kommunikation und hatte direkt Einfluss auf den Verdienst des Zeichners, da er nach Anzahl Seiten bezahlt wurde. Werner Büchi fragte nach und erhielt von Werner Meier eine sachliche Antwort.

Im Mai 1993 wurde von Iwan Raschle ein Schreiben an alle Mitwirkende gesandt und über den neu eingeführten monatlich stattfindenden Stammtisch (erstmals am 25. Juni 1993) im Hotel "Arc en Ville" in Zürich informiert, wo man ein Brainstorming für die folgende Ausgabe durchführt. Zu den weiteren Punkten gehörten u.a. "Allgemeine Kritik an den letzten vier Ausgaben" und "Anregung zu Themenwahl". Zwei Wochen später wurde am 10. Juni 1993 Iwan Raschle als neuer Redaktionsleiter des Nebelspalters verkündet mit dem Hinweis, dass sich der Nebelspalter verändern müsse. Als Diskussionsgrundlage wurde dem Schreiben das Arbeitspapier "Das Selbstverständnis des Nebelspalters" beigefügt.

Dass der Nebelspalter ums Überleben kämpfte, kam auch in einem Schreiben vom 21. Juni 1993 von Jürg Moser zur Geltung, als Werner Büchi darüber informiert wurde, dass man für zwei Zeichnungen von ihm auf einer Seite neu nur noch CHF 600.- statt 800.- bezahlen kann. Im Schreiben erwähnte er zudem: "Wir sind überzeugt davon, dass die hervorragenden Arbeiten von Ihnen und von anderen Ihrer Kollegen im Nebelspalter weiterhin erscheinen müssen".

Im Brief gab er zu verstehen, dass es ihm nicht leicht fiel, Werner Büchi, einem Doyen der Schweizer Karikaturen und einem Zeichner, dessen hervorragender Stil ihm persönlich viel bedeutet, eine solche Honorarkürzung ankündigen zu müssen.

Am ersten Stammtisch-Treffen vom 25. Juni sprach Werner Büchi nochmals die verkleinerten Publikationen seiner Zeichnungen an und erhielt am 2. Juli 1993 von Jürg Moser die Antwort, dass sowohl er als auch Iwan Raschle es viel lieber sehen, dass seine Zeichnungen ganzseitig erscheinen sollen und dass sie dieses auch tun würden. Mehr noch wird Verwunderung im Brief ausgedrückt über die damalige Begründung von Werner Meier, wie er das Erscheinen der kleineren Formate erklärte (Anmerkung Autor: Hier zeigt sich bereits die unterschiedlichen Sichtweisen der verschiedenen Redaktionsleiter. Die Aera Werner Meier wurde auch als jene beschrieben, in der der Nebelspalter zum klassischen Wartezimmerheftchen verkam).
Jürg Moser schrieb weiter, dass man froh sei, wenn Werner Büchi auch in Zukunft pro Woche eine ganzseitige Zeichnung zustellen würde, auch für weitere Publikationen versicherte man sich seiner Kreativität.

Nach all diesen Bezeugungen war es daher für Werner Büchi ein Schlag ins Gesicht, als nur ein Jahr später ein Brief von Iwan Raschle vom 27. Juni 1994 bei ihm eintraf, wo dieser mit teilweise brüsken und abwertenden Worten die Beendigung der Zusammenarbeit mit Werner Büchi begründete.
An einer Stelle deutete er an, dass man seine Zeichnungen nun bald ein Jahr lang weiterhin publiziert habe, obwohl sein Stil: "...bei allem Respekt gegenüber ihrer langjährigen Tätigkeit als Karikaturist für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften nicht mehr in eine zeitgemässe satirische Zeitschrift passt".
Anmerkung Autor: Diese Aussage ist nahezu das Gegenteil von der Aussage des Briefes vom 21. Juni 1993, wo man sich seiner Mitarbeiter unbedingt versichern wollte und seine Arbeiten lobte.
Weiter hiess es im Brief, dass es für die Redaktion in den letzten Monaten immer schwieriger geworden sei, Werner Büchis Zeichnungen an einem Ort zu platzieren, wo sie andere Illustrationen nicht stören würden. Aus diesem Grund wolle man künftig keine Beiträge mehr von ihm publizieren.

Diese teilweise auch beleidigenden Worte hatten Werner Büchi schwer getroffen. Einen Monat später nahm er brieflich Kontakt mit anderen Karikaturisten auf, wo er seiner Enttäuschung Ausdruck gab:

Liebe Nebi Kollegen.
Raschle verlangte Kritik am "Neuen Nebelspalter". Als ich diese anbrachte, war der "Hinauswurf" seine Antwort. Dies, nach 58 Jahren Mitarbeit! Ein Kommentar erübrigt sich.
Mit freundlichen Grüssen
Werner Büchi

Dem Brief war jeweils das Schreiben von Iwan Raschle beigefügt.

Werner Büchi erhielt zahlreiche Antworten, u.a vom früheren Bildredaktor Guido Schmezer. Dieser schrieb u.a. "was Herr Raschle als Neukonzeption  bezeichnet, empfinde ich eher als Dekadenz" - von Christoph Gloor, der es nicht nur bei einem Brief an Werner Büchi beliess sondern sich auch an den Nebelspalter wandte, wo er zwar das Verständnis ausdrückt, dass der Nebelspalter neue Wege zu gehen versucht aber die Wortwahl kritisiert. Was an richtigen Worten im Brief von Iwan Raschle fehlte, brachte Christoph Gloor mit seinem Brief auf den Punkt, u.a. "War es denn nötig, einen sauberen, klaren, achtundfünfzigjährigen Strich mit einer grobschlächtigen Schere zu kappen?" - von René Gilsi, der in seiner Antwort zum Ausdruck bringt, dass es ihn nicht wundern würde, wenn er demnächst einen ähnlichen Brief erhalten würde - von Jüsp der schreibt, dass er sich schon zu Meiers Zeiten abgesetzt und nur noch sporadisch mitgemacht hat. Seit der Aera Raschle seien nur noch zwei seiner Arbeiten erschienen und zudem ein alter Sport-Cartoon ohne sein Wissen. Er meinte auch, dass die von Rorschach (Anmerkung Autor: Standort des Verlags) ihm (Werner Büchi) eigentlich eine Pension zahlen müssten. - und von Hans Moser, der sich traurig zeigte, dass man Werner Büchis Arbeiten nach so vielen Jahren nicht mehr schätzt.


Ab 1995 wurde auch die Medienlandschaft auf die präkere Situation des Nebelspalters aufmerksam und es erschienen mehrere Artikel, die beinahe schon den Schwanengesang auf den Nebelspalter anzustimmen schienen.
Die SonntagsZeitung schrieb am 26.3.1995, dass es dem Nebelspalter schlecht gehe, man die wöchentliche Publikation auf einen monatlichen Rhythmus abändern will (dieser Rhythmus ist auch heute noch aktuell) und man einen Käufer suche. Der Nebelspalter verlor innerhalb von 10 Jahren 20'000 Abonnenten, die Auflage halbierte sich.
Der Tages-Anzeiger vom 14. Juli 1995 berichtete von Kaufgerüchten und dass der Nebelspalter ein Parteiblatt werden solle. Ohne Lösung würden die rund 1 Million Verlust pro Jahr zur Einstellung des Nebelspalters führen.

Der Nebelspalter überlebte die turbulenten Jahre und erscheint auch heute noch einmal im Monat.



Wer sich für den Nebelspalter allgemein interessiert, der findet auf ePeriodica eine komplette eingescannte Sammlung aller Nebelspalter-Ausgaben von 1875 bis 2010.


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