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INDEX SCHWEIZER FILMSCHAFFENDE DER SCHWEIZER FILM


 

Jä-soo!
1935

 . 



Inhalt:
Der Krämer Jakob Stäubli lebt in einer ländlichen Idylle, wo er ein Geschäft betreibt. Seine Tochter Nellie hat sich schon längst flügge geworden und lebt weit weg in der Stadt Zürich.
Da Jakob Stäubli und seine Frau den Kontakt zu ihrer Tochter vermissen, freuen sie sich auf das bevorstehende gemeinsame Weihnachtsfest. Doch Nellie taucht nicht auf, sie feiert Weihnachten lieber mit  ihrem neuen Freund. Aus Sorge über die Tochter geht Jakob Stäubli in die Stadt, wo er alsbald auf ein Sammelsurium von obskuren Gestalten trifft, wo man stets auf der Hut sein musste, um nicht über das Ohr gehauen zu werden.
So ist auch der Freund von Nellie dieser Spezies zuzurechnen, dessen Interesse nicht wirklich der Tochter selbst sondern dem Geld der Eltern gilt. Doch Nellie erkennt dies nicht und es liegt an Jakob Stäubli, diesen schlechten Charakter zu durchschauen.


evtl. Hilde Herter und Emil Hegetschweiler


evtl. Hilde Herter und Emil Hegetschweiler

Emil Hegetschweiler und evtl. Hilde Herter


Daneben erkundet Jakob Stäubli das ihm fremde Stadtleben und stellt so manche Gegebenheiten in ein negatives Licht und die Sehnsucht nach der heilen Welt auf dem Lande wird grösser.

Als schliesslich auch Nellie einsieht, dass es ihrem Freund nicht ernst mit ihr ist, kehrt sie der Stadt den Rücken zu und zusammen mit ihrem Vater kehrt sie aufs Land zurück.


Emil Hegetschweiler


Emil Hegetschweiler


Emil Hegetschweiler


Hintergrund:

Der Film "Jä –soo!" ist nach "Wie d'Warret würkt" (33) – welcher den Beginn des Schweizer Dialektfilms markierte - ist erst der zweite Schweizer Dialektfilm. Der Film ist zwar heute nicht mehr einem so grossen Publikum in Erinnerung wie viele später entstandene Produktionen, dennoch stellt er einen wichtigen Meilenstein in der Schweizer Filmgeschichte dar.
Nicht nur der Regisseur Leopold Lindtberg – der zuvor "nur" Theaterstücke inszenierte - feierte hier sein Regiedebüt bei einem Film, sondern auch weitere Schweizer Filmgrössen , die den Schweizer Film in den nächsten Jahren nachhaltig prägten, etablierten sich mit diesem Film vor der Kamera.


Hedwig Keller, Zarli Carigiet und Emil Hegetschweiler


Heinrich Gretler und Emil Hegetschweiler


Hedwig Keller und Emil Hegetschweiler

Für Zarli Carigiet und die Kabarettistin Elsie Attenhofer waren dies ihre ersten Filmrollen überhaupt und die populären Heinrich Gretler, Armin Schweizer, Robert Trösch, Max Werner Lenz und Emil Hegetschweiler spielten hier nach "Wie d'Warret würkt" (33) zum zweiten Mal in einem Schweizer Film mit, wobei Gretler und Schweizer bereits zuvor in mehreren Filmen in Deutschland mitwirkten.
Der Film wurde vom Januar bis März 1935 gedreht und wurde mit einem Budget von CHF 85'000.- realisiert. Der Film feierte seine Kinopremiere am 20. März desselben Jahres und erzielte einen grossen Erfolg an den Kinokassen.


Emil Hegetschweiler


Emil Hegetschweiler


Emil Hegetschweiler

Der Film etablierte nicht nur den Dialektfilm, er verlieh der Schweizer Filmlandschaft eine eigene Identifikation und so auch im Kino eine Distanz zum bedrohlichen Nachbarn Deutschland, wo der Nationalsozialismus am Erblühen war.

Kritisch am Film ist die damals übliche Verteufelung des Stadtlebens und das Emporheben des Landlebens auf den moralisch integren Sockel. Immer wieder wurden in den frühen Filmen die Stadtbewohner mit negativen Charakteren in Verbindung gebracht und die kleinbürgerliche Welt als Vorbild für ein integres Leben angeführt. Auch die filmische Umsetzung lässt erkennen, dass der Schweizer Film noch am Anfang seiner Entwicklung stand. Doch dieses Manko wurde schnell ausgemerzt und die Darstellung und Dramaturgie der kommenden Filme überzeugender.
Gedreht wurde der Film nebst den Studioaufnahmen in der Stadt Zürich und in Hausen am Albis.


Emil Hegetschweiler und Hedwig Keller


Hedwig Keller und Emil Hegetschweiler


Hedwig Keller und Emil Hegetschweiler



Hedwig Keller, evtl. Marcel Merminod und evtl. Trudi Stössel


Unbekannt und Emil Hegetschweiler


evtl. Hilde Herter und evtl. Marcel Merminod 



Elsie Attenhofer


Elsie Attenhofer


Emil Hegetschweiler



Emil Hegetschweiler


Emil Hegetschweiler


Emil Hegetschweiler, Hedwig Keller, Elsie Attenhofer und Zarli Carigiet



evtl. Hilde Herter und Emil Hegetschweiler

Emil Hegetschweiler und evtl. Hilde Herter


evtl. Hilde Herter und Emil Hegetschweiler



Emil Hegetschweiler und evtl. Hilde Herter


evtl. Hilde Herter und Emil Hegetschweiler


Emil Hegetschweiler



Hedwig Keller und Emil Hegetschweiler


Emil Hegetschweiler


Emil Hegetschweiler




Darsteller:

Emil Hegetschweiler als Jakob Stäubli
Hedwig Keller als Frau Stäubli
Elsie Attenhofer als Nellie Stäubli
Zarli Carigiet als Xaver Casutt
Alois Carigiet als Vater Casutt
Traute Carlsen als Frau Schusska
Mathilde Danegger als Sophie
Max Werner Lenz als Herr Ragaz
Heinrich Gretler als Handwerker
Ingrid Flentjen als Witwe Frei
Hilde Herter als Frau Meili
Marcel Merminod als Herr Ziegler
Fritz Ritter als André Brugger
Armin Schweizer als Herr Giezendanner
Trudi Stössel als Dienstmädchen
Robert Trösch als Herr Meili

sowie K. Linka und E. Stump

Mitarbeiterliste:

Regie:
Regie-Assistent:
Drehbuch:
Produzent:
Musik:
Kamera:
Schnitt:
Filmbauten:

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Leopold Lindtberg und Walter Lesch
Fritz Ritter

Walter Lesch und Max Werner Lenz
Lazar Wechsler

Robert Blum

Emil Berna
Käthe Mey
Robert Furrer und Werner Dressler


Original Notenmanuskript der Filmmusik von Robert Blum

Ein herzlicher Dank geht an Frau E. Blum für die Erlaubnis, die Notenblätter abzubilden - Copyright Fam. Blum

 

Die Macher im Hintergrund:



Walter Lesch - Regisseur, Drehbuchautor

Lazar Wechsler - Produzent

Leopold Lindtberg - Regisseur

Robert Blum - Filmkomponist

Emil Berna - Kamera




Drehbuch von 1935
(PDF)
Copyright: Praesens Film Zürich


Manuskript von 1934
(PDF)
Copyright: Praesens Film Zürich



Nachfolgend eine Auswahl von Fotos, die hinter die Kulissen der Dreharbeiten blicken lassen.
Copyright: Praesens Film Zürich



Emil Berna


Emil Berna


Emil Berna



Emil Hegetschweiler und evtl. Hilde Herter in der Kulisse


Leopold Lindtberg


Emil Hegetschweiler in der Kulisse mit der Bar

Ein herzlicher Dank geht an Herrn Gassmann für die Zurverfügungstellung des Archivs.