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Hinter den sieben Gleisen
1957

 

 

Inhalt:
Der Film erzählt die Geschichte von drei Clochards, die allesamt extrem arbeitsscheu sind und in den Tag hinein leben. Sie hausen in einem Schuppen an einem Bahnhof, wo sie ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Trinken nachgehen.

Doch dann ändert sich ihr Lebensrhythmus schlagartig, als eine junge Frau namens Inge sich auf den Gleisen das Leben nehmen will. Der Lokführer Hartmann, gespielt von Hannes Schmidhauser, kann jedoch rechtzeitig abbremsen. Die junge Frau, dargestellt von Ursula Heyer, ist hochschwanger. Der Vater ist der Sohn der Familie Eberhard, wo sie als Haushälterin gearbeitet hatte.


Max Haufler, Zarli Carigiet und Ruedi Walter


Max Haufler, Ruedi Walter und Zarli Carigiet


Zarli Carigiet

Um nicht ihr Gesicht zu verlieren, hat sie von der Familie Eberhard Reissaus genommen. Nun nimmt sie auch vom Lokführer Hartmann reissaus und sie versteckt sich im Schuppen der drei Clochards. Als diese nach hause kommen, sind die drei ziemlich überrascht über diesen unerbetenen Gast.

Als sich kurz darauf die Geburt ankündigt, erhalten die drei Clochards Unterstützung von der Barrierenwärterin Frau Herzog, dargestellt von Margrit Rainer.



Hannes Schmidhauser und Ursula Heyer


Ruedi Walter und Margrit Rainer


Ursula Heyer und Margrit Rainer

Als das Kind da ist, appelliert Frau Herzog an die Verantwortungsgefühle der drei Clochards und dass diese der Mutter und dem neugeborenen Kind helfen sollen, damit diese zu Essen und zu Trinken hätten.
Dies führt zu einem Konflikt zwischen den drei Clochards. Während die Clochards Dürst, dargestellt von Zarli Carigiet und Clown, dargestellt von Ruedi Walter, sich von dieser Herausforderung nicht abschrecken lassen und sich aufmachen, Arbeit zu finden, um das notwendige Geld zusammenzukriegen, versperrt sich der Clochard Barbarossa, dargestellt von Max Haufler, diesem Gedanken.
Er reagiert feindselig auf die Anwesenheit der beiden Eindringlinge, sieht er doch seinen Lebensstil gefährdet.
Währenddessen verdienen sich die beiden anderen mehr schlecht als recht ihr Geld mit Aushilfsarbeiten beim Bananenhändler Colonna , dargestellt von Ettore Cella.


Max Haufler, Zarli Carigiet und Ruedi Walter


Max Haufler, Zarli Carigiet und Ruedi Walter


Max Haufler

Doch hinter der rauhen Schale von Barbarossa verbirgt sich ein weicher Kern und schliesslich kann auch er sich nicht länger dem Charme der Mutter und dem Baby entziehen. Es geht sogar soweit, dass sich Barbarossa sein Markenzeichen, den roten Bart rasiert und sich feine Kleidung ausleiht, um ihr einen Heiratsantrag zu machen.
Doch genau in diesem Moment platzen die beiden anderen Clochards herein und als sie Barbarossa fein herausgeputzt vorfinden, lachen sie ihn aus.
Barbarossa entzieht sich der weiteren Demütigung unter Tränen und verschwindet.



Hannes Schmidhauser


Ruedi Walter


Zarli Carigiet, Ruedi Walter und Hannes Schmidhauser

Währenddessen hat der Lokführer Hartmann versucht, die junge Frau, die sich vor seinen Zug werfen wollte, zu finden und schliesslich trifft er sie in der Obhut der Clochards an.
Er hatte schon bei der ersten Begegnung Gefühle für sie entwickelt, welche sich nun noch verstärken, doch behält er diese für sich. Stattdessen erkundigen sie sich über die Gründe ihrer aktuellen Situation und erfahren so, dass der Vater des Kindes der Sohn gut betuchter Eltern einer Papierfabrik sind.



Hannes Schmidhauser


Zarli Carigiet, Max Haufler und Ruedi Walter


Zarli Carigiet, Ruedi Walter und Max Haufler

Während der Lokführer Hartmann bei Inge bleibt, entschliessen die drei Clochards, den jungen Mann zur Verantwortung zu ziehen und passen ihn ab. Er wird gegen seine Willen in den Schuppen gebracht, wo er Inge und das neugeborene Kind vorfindet. Er beteuert, dass er nichts von der Schwangerschaft wusste und dass er die Verantwortung für das Kind übernehmen und Inge heiraten wolle.
Inge willigt zwar ein, ihr Bauchgefühl sagt ihr aber, dass auf dieser Grundlage kein anhaltendes Glück aufzubauen ist. Zudem haben sich während der Zweisamkeit mit dem Lokführer Hartmann auch Gefühle bei Inge eingestellt.



Ettore Cella und Ruedi Walter


Zarli Carigiet, Ruedi Walter und Ettore Cella


Zarli Carigiet, Ruedi Walter und Fred Tanner

Als die Eltern von Paul Eberhard von der Heiratsabsicht ihres Sohnes erfahren, reagieren diese unterschiedlich. Sie fordern Inge auf, mit den Leuten, bei denen sie im Moment wohnt, bei ihnen vorbeizukommen. Doch Inge fürchtet, dass sie mit den drei Clochards im Schlepptau einen schlechten Eindruck machen würde und bittet daher den Lokführer Hartmann, bei den Eberhardts vorzugeben, dass er ihr Unterschlupf gewährt habe.
Dieser aber kann seine Gefühle für Inge und seine Eifersucht auf Paul Eberhard nicht länger unterdrücken und weigert sich.
Da greift sich Dürst ans Herz und veräusserst seine goldene Uhr, die er aus früherer Zeit hinüberretten konnte und wie seinen Augapfel hütet, um Geld für einen anständigen Anzug für sich zu kaufen. Er gibt sich als Lokführer Hartmann aus und Frau Herzog begleitete ihn als seine Ehefrau.


Ruedi Walter, Zarli Carigiet und Max Haufler


Max Haufler, Armin Schweizer und Rico Peter


Hans Grimm, Zarli Carigiet und Ruedi Walter

Die Zusammenkunft verläuft positiv und Vater Eberhard, gespielt von Alfred Schlageter und Mutter Eberhardt, gespielt von Marianne Hediger, geben sich aufgeschlossen.
Doch dann nimmt das Unheil seinen Lauf. Der echte Lokführer Hartmann hat es sich in der Zwischenzeit anders überlegt und entschieden, Inge doch zu helfen. Er taucht bei der Familie Eberhard auf und trägt unbewusst dazu bei, dass nun der ganze Schwindel auffliegt. Vater Eberhard reagiert aufgrund des Lügenspielt empört und verbietet seinem Sohn den weiteren Umgang mit Inge. Paul Eberhard entgegnet seinem Vater, dass er von ihm seine Unterstützung erwarte, da er sich ja auch für die Hochzeit mit Inge opfere.


unbekannt, Zarli Carigiet, Ruedi Walter und Max Haufler


Max Haufler


Ursula Heyer und Hannes Schmidhauser

Als Inge diese Worte vernimmt, verlässt sie den Ort des Geschehens Hals über Kopf zusammen mit ihrem Baby, die anderen folgen ihr schliesslich. Nur die Familie Eberhard blieb zurück.

Nun sind der Weg von Hartmann und Inge frei und die beiden finden zueinander.
Wie es sich für einen Märchenfilm gehört, fahren Inge, Hartmann und das Baby auf der Lokomotive in die Ferne und zurück bleiben die Clochards.
Doch auch für sie gibt es ein Happy-End. Barbarossa ist in der Zwischenzeit zurückgekehrt und Dürst bekommt auf wundersame Weise seine goldene Uhr zurück.



Zarli Carigiet, Max Haufler und Ruedi Walter


Ruedi Walter und Zarli Carigiet


Hannes Schmidhauser, Ruedi Walter, Ursula Heyer und Zarli Carigiet



Zarli Carigiet, Ursula Heyer, Max Haufler und Ruedi Walter


Ursula Heyer, Helmut Förnbacher, Zarli Carigiet, Marianne Hediger und Margrit Rainer


Zarli Carigiet, evtl. Ruth Gutzwiller, Max Haufler, Ruedi Walter, Margrit Rainer, Marianne Heddiger, evtl. Heidy Forster, Alfred Schlageter und Helmut Förnbacher



Ursula Heyer


Helmut Förnbacher und Ursula Heyer


Hannes Schmidhauser und Ursula Heyer


Hintergrundinformationen:

Der Film wurde vor allem in Zürich und im Raum Zürich Altstetten gedreht und ist gleichzeitig ein kleines Zeitdokument über jene Gegend Ende der 50er Jahre. Die Dreharbeiten fanden vom 24. August bis Oktober 1959 statt und der Film feierte seine Erstaufführung am 11. Dezember 1959.

Der Film selbst wurde ein grosser Kinoerfolg für Kurt Früh, der nach dem finanziellen Flop seines letzten Filmes "Café Odeon" auf einen Erfolg angewiesen war. Der Erfolg von "Hinter den sieben Gleisen" veranlasste Kurt Früh im Jahr darauf, einen Fortsetzungsfilm mit den drei Clochards zu drehen namens "Der Teufel hat gut lachen/Drei schräge Vögel". Trotz prominenter Besetzung konnte der Fortsetzungsfilm jedoch nicht an den vergangenen Erfolg anknüpfen.

   

Darsteller:

Max Haufler als Barbarossa
Zarli Carigiet als Dürst
Ruedi Walter als Clown
Ursula Heyer als Inge
Hannes Schmidhauser als Hartmann
Fred Tanner als Polizist Meier 12
Ettore Cella als Colonna
Margrit Rainer als Bähnwärterin Herzog
Helmut Förnbacher als Paul Eberhard
Alfred Schlageter als Vater Eberhard
Marianne Hediger als Mutter Eberhard
Ella Büchi als Carla
Heidy Forster als Marianne
Walburga Gmür als Losverkäuferin
Hans Grimm als Wirt Meienberger vom Rigihof
Ruth Gutzwiller als Hausangestellte bei Eberhards
César Keiser als Sänger
Edwin Mächler als junger Mann bei Colonna
Karl Wagner als junger Mann bei Colonna
Rico Peter als Wirt
Albert Pulmann als Caraco
Armin Schweizer als Landstreicher
Theo Lingen als Herr Fliegenschild
Walter Baumgartner als Klavierspieler

sowie Alain Burgat, Erika Gröbli, Oskar Hoby, Seppli Kaiser, Karl Meier, Hugo Rüegg, Wilfried Scheitlin u.a.

Mitarbeiterliste:

Regie: 
Produzent: 
Drehbuch:
Kamera:

Musik: 
Schnitt: 
Ton:



.

Kurt Früh 
Lazar Wechsler, Kurt Früh und Max Dora
Kurt Früh und Hans Hausmann
Emil Berna

Walter Baumgartner
Hans Heinrich Egger
Bruno Kohler



 

Die Macher im Hintergrund:


 

Kurt Früh - Regisseur

Lazar Wechsler - Produzent

Walter Baumgartner - Filmkomponist

Emil Berna - Kamera


 

Nachfolgend eine Auswahl von Fotos, die hinter die Kulissen der Dreharbeiten blicken lassen.
Copyright: Praesens Film Zürich



Im Tonstudio mit César Keiser, am Klavier Walter Baumgartner

Im Tonstudio mit César Keiser, am Klavier Walter Baumgartner


Im Tonstudio mit César Keiser, am Klavier Walter Baumgartner



Andrang an der Kinokasse




Original Notenmanuskript der Filmmusik von Walter Baumgartner


Notenblatt zu "Hinter den sieben Gleisen" (59)
Copyright: Walter Baumgartner
Archiv: Zentralbibliothek (MUS NL 55)



Ein herzlicher Dank geht an Herrn Gassmann für die Zuverfügungstellung des Archivs.
Copyright: Praesens Film AG