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INDEX SCHWEIZER FILMSCHAFFENDE DER SCHWEIZER FILM


 

Die Schatten werden länger
1961


Inhalt:

Der Film "Die Schatten werden länger" erzählt die Geschichte der Lehrerin Christa Andres und ihrem Einsatz in einem Heim für schwer erziehbare Mädchen. Da sie früher selber auf die schiefe Bahn geriet und zeiweise gar als Prostitutierte arbeitete, bringt sie Erfahrungen aus erster Hand mit. Sie kam damals sogar ins Gefängnis, doch sie schaffte es zurück ins normale Leben und konnte sich unter falschem Namen eine neue Existenz aufbauen.


Barbara Rütting

Hansjörg Felmy

Loni von Friedl


Die Direktorin Frau Diethelm hat Frau Anders als Erzieherin des Heimes eingestellt, da sie sie als gute Lehrerin kennengelernt hatte. Frau Andres engagiert sich mit Herz und Blut für die Mädchen und bald fällt ihre Aufmerksamkeit speziell auf die junge Erika, welche sie an sich selbst in jungen Jahren erinnert. Erika ist bereits zum dritten Mal eingeliefert worden.
Doch Erika will sich nichts sagen lassen und es kommt immer wieder zu Konflikten zwischen den beiden. Zudem hetzt Erika die anderen Mädchen auf und gibt immer wieder Anlass zu Tumulten.
Im Heim besteht eine klare Regel, dass die Erzieherinnen die Mädchen nicht schlagen dürfen. Um Frau Andres zu schaden, täuscht Erika vor, dass sie von dieser geschlagen wurde und bringt damit die Erzieherin in eine schwierige Situation.


Hansjörg Felmy

Barbara Rütting

Fred Tanner



Als Erika schliesslich aus dem Heim abhaut, will Frau Andres dies nicht auf sich beruhen lassen. Sie glaubt fest daran, dass sie Erika wieder auf den richtigen Weg bringen kann und trotz der falschen Anschuldigungen versucht sie, diese ausfindig zu machen. Ihre Suche führt sie in die Stadt und schliesslich ins Rotlichtmilieu.
Sie findet Erika in den Händen des jungen Zuhälters Fritz Schmoll, doch sie wird auch mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert. Sie trifft auf der Suche nach Erika auf ihren früheren Zuhälter Max, welcher nun seinerseits die junge Erika in seine dubiose Welt hineinzuziehen und auszunutzen versucht. Zudem erpresst er Frau Andres mit ihrer Vergangenheit und droht, ihre Schule und die Mitmenschen über ihre Vergangenheit in Kenntnis zu setzen, was die Zerstörung ihres aufgebauten neuen Lebens bedeuten würde.  Nur, wenn Frau Andres ihm dabei helfe, die Eltern einiger Zöglinge im Heim zu erpressen, würde er von diesem Denunziation absehen.


Barbara Rütting und Fred Tanner

Barbara Rütting und Hansjörg Felmy

Barbara Rütting und Karl Wagner


Doch da Frau Andres weiss, was dies für Erika bedeuten würde und sie auch die anderen Mädchen beschützen möchte, sieht sie sich in die Enge getrieben. Frau Andres sieht letztendlich keine andere Möglichkeit mehr, um Erika vor Max zu schützen, als diesen zu erschiessen, um wenigstens Erika vor dem unheilvollen Schicksal zu bewahren.
Ihre Selbstopferung bringt Frau Andres ins Gefängnis, doch ihre selbstlose Tat hat Erika wachgerüttelt, die sich nun vom Rotlichtmilieu abwendet.


Barbara Rütting, Loni von Friedl und Fred Tanner

Barbara Rütting und Loni von Friedl

Barbara Rütting und Max Haufler



Nachtrag:

Für den Film wurden zahlreiche junge Mädchen gesucht und einige der ausgesuchten wiesen noch keinerlei Schauspielerfahrung aus. Daneben waren aber viele der engagierten Mädchen schon vereinzelt vor der Kamera im Einsatz und waren auch nach "Die Schatten werden länger" weiterhin als Schauspielerinnen tätig.
Zu vielbeschäftigten Schauspielerinnen avancierten Loni von Friedl, Iris Erdmann, Margot Philipp alias Margot Medicus, Carola Rasch, Ulrike Laurence und Helga Sommerfeld. 


Lou Seitz und Barbara Rütting

Loni von Friedl, Michael Paryla und Barbara Rütting

Loni von Friedl und Luise Ullrich


Die meisten Darstellerinnen der Mädchen wurden aus Deutschland engagiert, in der Schweiz wurde über die Illustrierte "Sie und Er" ein Casting-Wettbewerb ausgeschrieben und schliesslich kamen drei Mädchen über diesen Weg zum Film - Susanne Schoch, Kathi Scheck und Bella Neri. Für Schock Scheck blieb dies ein einmaliger Auftritt. Bella Neri, welche zuvor schon am Theater auftrat, agierte danach noch in mehreren Filmen mit und trat vor allem häufig beim Theater auf.


Bella Neri, Margot Philipp und Unbekannt

Bella Neri, Helga Sommerfeld, Loni von Friedl, Carola Rasch und Unbekannt

Kathi Scheck, Margot Philipp, Bella Neri und Unbekannt


Der Arbeitstitel war ursprünglich "Die Schatten werden immer länger", schliesslich wurde das Wort "immer" gestrichen. Auch die Namen der Figuren waren in der Ursprungsversion zum Teil anders. So hiess Christa Andres zunächst Christa Gersen und der Zuhälter Max hiess Gogo.

Der Film konnte an den Kinokassen keinen Erfolg feiern und fiel auch bei den Kritikern durch, obwohl der Film von Ladislao Vajda inszeniert wurde, mit dem die Prasesens Film bereits zuvor den äusserst erfolgreiche Film "Es geschah am hellichten Tag" (58) realisierte.
Trotzdem konnte Loni von Friedl für ihre schauspielerische Leistung den Filmpreis der BRD in Empfang nehmen und der Film wurde gar für den Oscar in der Kategorie "Bester ausländischer Film" 1962 nominiert.


Loni von Friedl

Barbara Rütting

Bella Neri


Die Dreharbeiten fanden vom 28. Februar bis Mai 1961 statt. Die Innenaufnahmen entstanden im Gesellenhaus Wolfbauch, im Filmstudion Salmen und im CCC Filmatelier Berlin Spandau.
Die Aussenaufnahmen entstanden in Zürich, Stallikon, Füllinsdorf und Schönbühl.

Die Erstaufführung fand am 7. Juli 1961 in Zürich statt und am 11. August 1961 in Deutschland sowie am 10. Juni 1962 in New York.


Loni von Friedl und Unbekannt

Michael Paryla

Unbekannt und Loni von Friedl


In diesem Schweizer Film wirkte auch der junge österreichische Schauspieler Michael Paryla mit.
Er wurde in eine künstlerisch ambitionierte Familie hineingeboren. Sein Vater war der berühmte Schauspieler Karl Paryla (1905-1996). Sein Onkel Emil Paryla machte unter dem Namen Emil Stöhl ebenfalls eine Schauspielkarriere. Seine Stiefbrüder aus der zweiten Ehe seines Vaters Nikolaus Paryla (1939) und Stephan Paryla (1948) ergriffen auch den Beruf der Schauspielerei. 

Michael Paryla debütierte im Kinofilm "Der Engel, der seine Harfe versetzte" (59) von Kurt Hoffmann an der Seite von Matthias Fuchs, Henry Vahl, Nana Osten, Tatjana Sais, Lina Carstens und Horst Tappert.
Es folgten seine TV-Produktionen mit einer Episode der Serie "Tales of the Vikings: The Hill of the Lawss" (60) und "Hamlet, Prinz von Dänemark" (60) als Francisco mit Maximilian Schell, Hans Caninenberg, Franz Schafheitlin, Dieter Kirchlechner und Karl Michael Vogler, ehe er im Schweizer Kinofilm "Die Schatten werden länger" (61) die Rolle des Fritz Schmoll verkörperte.

Er setzte seine Filmlaufbahn in den nächsten Jahren fort, wobei er vornehmlich in Fernsehfilmen auftrat. Dazu gehören "Der erste Frühlingstag" (62), "Alle Macht der Erde" (62), "Das lange Weihnachtsmahl" (62), "Aktion T 4" (64), "Der Strohhalm" (64), "Aktion Brieftaube - Schicksale im geteilten Berlin" (64), "Professor Bernhardi" (64) und "Rosemarie" (65).

Einmal schnupperte Michael Paryla auch Hollywood-Luft, als er eine kleine Rolle im Kinohit "The Great Escape" (63) von John Sturges mit Steve McQueen, James Garner, Richard Attenborough, Charles Bronson, Donald Pleasance, James Coburn, Hannes Messemer, Davic McCallum, Gordon Jackson und Robert Graf. Er verkörperte darin einen Gestapo-Agenten, sein Eintritt dauerte weniger als eine Minute.
Basierend auf dem Titel dieses Films verfasste Albert Steinmetz das Buch "This Great Escape: The Case of Michael Paryla".

1967 wurde Michael Paryla während einer Theatervorstellung in Hamburg vermisst. Die Vorstellung wurde trotzdem aufgeführt. Man telefonierte mit seiner Freundin Margaret Jahnen, welche sofort ahnte, dass etwas nicht stimmen konnte. Sie instruierte die Theatermitarbeiter vor Ort, dass sie die Tür zu Michael Parylas Wohnung aufbrechen sollten. Dort fanden sie ihn tot - gestorben an einer Überdosis Tabletten. Ob es sich um einen Unfall oder um Selbstmord handelte, blieb im dunkeln.


Fred Tanner und Luise Ullrich

Bella Neri und Luise Ullrich

Renja Gill, Max Gaugler und Anneliese Betschart



Hans Gaugler, Anneliese Betschart, Barbara Rütting und Renja Gill

Loni von Friedl und Michael Paryla

Hansjörg Felmy und Barbara Rütting



Hansjörg Felmy

Helga Sommerfeld

Loni von Friedl



Luise Ullrich, Fred Tanner und Barbara Rütting

Luise Ullrich, Bella Neri, Helga Sommerfeld, Margot Philipp, Carola Rasch und, Barbara Rütting

Lou Seitz und Unbekannt



Oskar Hoby und Helga Sommerfeld

Michael Paryla und Loni von Friedl

Max Haufler und Hansjörg Felmy



Barbara Rütting und Loni von Friedl

Barbara Rütting und Loni von Friedl

Fred Tanner und Barbara Rütting



Luise Ullrich und Hans Gaugler

Luise Ullrich und Bella Neri

Luise Ullrich und Unbekannt


Barbara Rütting und Unbekannt


Hansjörg Felmy

Helga Sommerfeld


Unbekannt, Luise Ullrich und Barbara Rütting


Loni von Friedl, Barbara Rütting und Lou Seitz

Loni von Friedl und Michael Paryla


Loni von Friedl


Unbekannt und Luise Ullrich

Loni von Friedl und Unbekannt


 

Darsteller:

Barbara Rütting als Christa Andres
Hansjörg Felmy als Max
Luise Ullrich als Frau Diethelm
Fred Tanner als Dr. Borner
Loni von Friedl als Erika Schöner
Renja Gill als Annie
Anneliese Betschart als Annies Stiefmutter
Hans Gaugler als Annies Vater
Margot Philipp (Margot Medicus) als Barbara
Hedda Ippen als Barbaras Mutter
Johannes Killert als Barbaras Vater
Carola Rasch als Bessie
Helga Sommerfeld als Helene
Oskar Hoby als Helenes Vater
Iris Erdmann als Hilde
Heidi Pawellek als Paula
Brit von Thiesenhausen als Ruth
Elisabeth Roth als Steffie
Erika Wolf als Susanne
Bella Neri als Yvette
Gabriele Adam als Vera
Max Haufler als Gauner
Michael Paryla als Fritz Schmoll
Mathilde Schmitz als Frau Hüni
Karl Wagner als Buchhalter
Lee Ruckstuhl als Fräulein Busch
Max Werner Lenz als Lehrer

sowie Lou Seitz, Ulrike Laurenze, Saskia van Hoogstraten, Nicola von Hütschler, Ulrike Laurenze, Sabine von Oertzen, Kathi Scheck, Susanne Schoch, Isabelle Stumpf (Isabelle Carson), Yvette Täuber  u.a.

Mitarbeiterliste:

Regie:
Regie-Assistent:
Produzent:

Drehbuch:
Kamera:

Kamera-Assistent:

Musik: 

Produktionsleitung:
Bauten:
Schnitt:
Schnitt-Assistenz:
Requisiten:
Kostüme:
Chef-Beleuchter:
Beleuchter:


Maske:
Ton:
Ton-Assistent:
Script:
Aufnahmeleitung:
Bühne:
Produktions-Sekretärin

.

Ladislao Vajda
Max Haufler
Lazar Wechsler, Max Dora und Artur Brauner

Istvan Bekeffi, Heinz Pauck und Ladislao Vajda
Heinrich Gärtner

Ernst Bolliger, Rolf Turconi und
Peter Baumgartner
Robert Blum, Werner Kruse und Fritz Rotter

Uors von Planta
Max Röthlisberger und Wilhelm Vorwerg
Hans Heinrich Egger und Hermann Haller
Anne-Marie Demmer und Gisela Neumann
Albert Knöbel
Robert Gamma und Heidi Bolliger
Albert Hächler
Rudolf Attinger, Hans Casanova, Peter Gross,
Hansjörg Schütz, Hans Sennrich, Peter Wild,
Hans Zweifel
Heinz Fuhrmann und Hans Hügi
Paul Wartmann und Eduard Kessel
Marcel Beck
Marty Vlasak
Peter Möschlin
Emilio Biondi, Hugo Frugoni, Hansruedi Habegger
Erna Schroeter

Casting-Fotos:

 

Barbara Rütting

Luise Ullrich

Helga Sommerfeld


Helga Sommerfeld

Renja Gill

Carola Rasch



Susanne Schoch

Kathi Scheck




Margot Philipp

Erika Wolf



Unbekannt

Unbekannt


Loni von Friedl

Unbekannt



Unbekannt

Unbekannt

 
 

Die Macher im Hintergrund:

 


Ladislao Vajda- Regisseur und Drehbuchautor

Lazar Wechsler - Produzent


Robert Blum - Filmmusik


Max Röthlisberger- Bauten

 


 
Drehbuch zum Film vom
Dezember 1960 
(PDF)
Copyright: Praesens Film 


 
Treatment zum Film vom
November 1960 
(PDF)
Copyright: Praesens Film 


 
Dialogliste zum Film von
1961 
(PDF)
Copyright: Praesens Film 

 
Musikliste, Geräuschliste und
Blendenliste zum Film vom
Dezember 1960 
(PDF)
Copyright: Praesens Film 

 
Suisa vom
6. Juli 1961
(PDF)
Copyright: Praesens Film 

 
Dispositionsliste zum Film vom
28. Februar 1961 bis 
4. Mai 1961
(PDF)
Copyright: Praesens Film 

  

Nachfolgend eine Auswahl von Fotos, die hinter die Kulissen der Dreharbeiten blicken lassen.
Copyright: Praesens Film Zürich

Barbara Rütting, Luise Ullrich und Ladislao Vajda

Ladislao Vajdo an der Kamera

Hansjörg Felmy und Ladislao Vajda


Helga Sommerfeld und Ladislao Vajda

Ladislao Vajda

Loni von Friedl und Ladislao Vajda


Hansjörg  Felmy, Barbara Rütting und der lange Schatten



Ladislao Vajda misst das Licht bei Loni von Friedl und Fred Tanner

Loni von Friedl, Margot Philipp, Luise Ullrich, Carola Rasch und Helga Sommerfeld



Ladislao Vajda und Erika Wolf

Ladislao Vajda und Barbara Rütting

Loni von Friedl, Carola Rasch und Ladislao Vajdo



Barbara Rütting und Ladislao Vajda

Bella Neri, Susanne Schoch und Ladislao Vajda

Ladislao Vajda



Ladislao Vajda und Loni von Friedl

Ladislao Vajda und Loni von Friedl

Ladislao Vajda und Loni von Friedl



Gruppenfoto der Mädchendarstellerinnen

Loni von Friedl, Bella Neri und Unbekannt

Bella Neri, Susanne Schoch und Loni von Friedl



Ladislao Vajda erklärt den Darstellerinnen die nächste Szene

Ladislao Vajda inmitten seiner Mädchen-Darsteller

Gruppenfoto mit Ladislao Vajda, Hansjörg Felmy und den Mädchen, darunter Loni von Friedl, Bella Neri und Helga Sommerfeld

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Ein herzlicher Dank geht an Herrn Gassmann für die Zurverfügungstellung des Archivs.